Gastronomie in Friedberg: Goldener Stern plant Eventstadel für Rohrbach
Gastronomie in Friedberg
Goldener Stern plant Eventstadel für Rohrbach
Der Goldene Stern in Friedberg-Rohrbach plant einen Neubau für bis zu 100 Personen. Im zuständigen Ausschuss des Stadtrats löst das nicht nur Beifall aus.
Von Thomas Gossner|16.01.20 - aktualisiert:
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Am nördlichen Ortseingang von Rohrbach soll ein Veranstaltungsstadel für bis zu 100 Personen entstehen. Foto: Andreas Huber Holzbau
Das Gasthaus Goldener Stern in Rohrbach gehört zu den beliebtesten Restaurants im Wittelsbacher Land. Wer dort essen will, muss mitunter lange vorher reservieren. Denn trotz des 2018 eingeweihten Anbaus gibt es gerade 85 Sitzplätze im Lokal. Für größere Gesellschaften fehlt es an Raum.
Darum plant Inhaber Stefan Fuß jetzt einen Veranstaltungsstadel – und löste damit im Planungs- und Umweltausschuss des Friedberger Stadtrats ein zwiespältiges Echo aus.
Einer der wenigen Hohlwege in Friedberg
Als Problem wird von den Kritikern vor allem der Standort des geplanten eingeschossigen Holzbaus gesehen: Fuß will dafür einen bestehenden Stadel am nördlichen Ortsausgang abreißen und hier einen Veranstaltungsraum für bis zu 100 Personen errichten. Doch gerade hier ist eine der wenigen Hohlwege, die es im Stadtgebiet noch gibt. „An dieser Stelle ist das völlig undenkbar“, sagte Claudia Eser-Schuberth (Grüne). Sie warnte mit Blick auf künftige Erweiterungswünsche: „Dabei wird es nicht bleiben.“
Stefan Fuß vom Goldenen Stern in Rohrbach bereitete auch vor der Kamera seine Spezialitäten zu.
Foto: Sabine Roth
Eine Gefahr, die die Mehrheit im Ausschuss aber nicht sieht. Der Neubau orientiert sich an den Abmessungen des bestehenden Stadels und nimmt nahezu das gesamte, rund 450 Quadratmeter große Grundstück ein. Der Platz ist durch die Straße im Westen und den Hang im Osten begrenzt. Richard Scharold (CSU) warb um Unterstützung. „Wir haben hier einen jungen Unternehmer, der investieren will“, sagte er.
Rohrbacher in Sorge vor parkenden Autos
Dass es nicht ganz einfach werden könnte, ließ Georg Goldstein (CSU) anklingen: In Rohrbach gehe die Angst um, dass die Nachbarn zugeparkt werden, berichtete er. Dennoch plädierte er für den vorhabenbezogenen Bebauungsplan. Das Verfahren werde zeigen, ob es gehe oder nicht. Laut Baureferent Carlo Haupt sind für das bestehende Restaurant bereits mehr Parkplätze vorhanden als benötigt. Ein Teil des zusätzlichen Bedarfs könne so abgedeckt werden.
Nur die Grünen sind dagegen
Wolfgang Rockelmann (Parteifreie Bürger) äußerte Zweifel, ob der Standort im Hohlweg wirklich sinnvoll sei. Gegen die Stimme der Grünen zeigte sich der Ausschuss grundsätzlich damit einverstanden, ein Bebauungsplanverfahren einzuleiten. Zuvor muss der Antragsteller ein stimmiges Konzept vorlegen.