In Kürze soll Merching ein Baumkataster erhalten. Die Durchführung wird in den Händen von Forstwirt Helmut Läpple liegen, der beauftragt ist, eine Erstaufnahme und Erfassung sowie eine Wertung und GPS-Baumkartierung durchzuführen. Zudem ist geplant, die Bäume in altersabhängigen Kontrollen zu überprüfen.
Es sei keine willkürliche Listung aller Bäume, betonte Bürgermeister Martin Walch im Gemeinderat. Vielmehr handele es sich vor allem um ein Kataster für gefährdete Bäume: So sei geplant, dass vor allem Bäume an öffentlichen Plätzen – dort, wo sich viele Menschen insbesondere Kinder aufhalten – und an verkehrsreichen Stellen kartiert werden. Auch der Bauhof soll aktiv bei der Erstellung der Liste mitwirken, die im Moment auf einen Umfang von 650 Bäume geschätzt wird. Einen Ausschlag für die Maßnahme haben vor allem die zunehmend auftretenden Unwetter und die damit verbundenen Gefahren gegeben, legte Walch dar.
Gemeinderat sieht das Vorhaben kritisch
Wolfgang Teifelhart konnte dem Ganzen wenig abgewinnen. Er ist der Meinung, dass auch Bäume irgendwann aufgrund des natürlichen Kreislaufs ein endliches Alter erreichen und schließlich gefällt werden müssen. Daran würde auch kein Kataster etwas ändern. Josef Kinader hingegen begrüßte den Beschluss und sah darin auch eine Art Absicherung für Bauhof und Bürgermeister, die in der Vergangenheit mit viel Kritik und auch Beschimpfungen bei unpopulären Baumfällungen umgehen mussten. Wolfgang Schlagenhauf hätte sich sogar eine vollständige Kartierung aller Bäume gewünscht.
Ortssprecher Reinhard Helfer wies in diesem Zusammenhang auch auf den Bedarf der Aufforstung und Baumpflege in Hochdorf hin. Einiges könne man sicher mit ortseigenen Fachmännern unterstützen, führte er aus. Walch signalisierte auch in diesem Punkt Unterstützung.
Boden soll verbessert werden
Bodenverbesserung Südlich des Seglergeländes wird es auf zwei Äckern einen Humusauftrag in Höhe von zehn bis 20 Zentimetern geben. Der unbelastete Humus stammt vom Abtrag des südlichen Messeparks Augsburg (zukünftig Innovationspark): Ein Teilbereich umfasst etwa 13400 Quadratmeter, auf dem etwa 2700 Kubikmeter aufgefüllt werden sollen. Der andere, etwas kleinere Bereich mit rund 5800 Quadratmetern, wird mit ca. 1200 Kubikmetern Humus ergänzt. Im Gemeinderat wurde diese Aktion sehr begrüßt: Wolfgang Teifelhart freute sich auch als Landwirt über die Bodenverbesserung. Auch Christian Eckmann betonte, dass die oft sehr kargen Ackerflächen dadurch eine deutliche Aufwertung erführen. Allgemein war im Gemeinderat oft bedauert worden, dass man in dem recht humusarmen Gebiet für Ausgleichsflächen die durch landwirtschaftliche Nutzung meist jahrzehntelang gehegte Humusschicht abtragen musste.