Ist das ein Witz? Die Sieben-Tage-Inzidenz im Wittelsbacher Land nähert sich in Riesenschritten der 100er-Marke - und in den Rathäusern von Aichach und Friedberg wartet man in aller Seelenruhe darauf, dass irgendwann im Laufe der Woche die Hinweistafeln für die Maskenpflicht in den Haupteinkaufsstraßen geliefert werden.
Am Montag um 16.32 Uhr hat das Landratsamt die Pressemitteilung verschickt, mit der angesichts rasant steigender Corona-Infektionen auf die verschärften, um Mitternacht in Kraft tretenden Sicherheitsvorkehrungen informiert wurde. Man darf annehmen, dass die Stadtverwaltungen ebenfalls zu einem ähnlichen Zeitpunkt davon Kenntnis erhalten haben. Sie waren zudem sogar eingebunden in die Entscheidung, welche Bereiche als stark frequentiert gelten. Es wäre also genügend Zeit gewesen, provisorische Schilder zu drucken. Mering hat es schließlich auch geschafft. Vielleicht könnte ja Bürgermeister Florian Mayer für seine Kollegen in Aichach und Friedberg eine Bastelanleitung ins Internet stellen.
Corona-Ampel im Wittelsbacher Land schaltet auf Dunkelrot
Das Ärgerliche an dieser amtlich bestätigten Schlafmützigkeit: Ohne Beschilderung ist keine nachhaltige Kontrolle möglich. Maskenverweigerer können sich noch tagelang am Stadtplatz und in der Ludwigstraße aufhalten, ohne dass ihnen Konsequenzen drohen. Und die Corona-Ampel im Landkreis schaltet inzwischen auf Dunkelrot. Gute Nacht, Friedberg, gute Nacht, Aichach.
Lesen Sie dazu den Bericht: So läuft der erste Tag mit Maskenpflicht im Freien