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Konzert: Ein hochwertiges Musikerlebnis

Konzert

Ein hochwertiges Musikerlebnis

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    Die zehn Damen von „Coro degli Angeli“ begeisterten das Publikum mit ihrer Sangeskunst in der St. Stephanus Kirche. Alle Stimmen sind geschult von der Sopranistin Elisabeth Haumann (r).
    Die zehn Damen von „Coro degli Angeli“ begeisterten das Publikum mit ihrer Sangeskunst in der St. Stephanus Kirche. Alle Stimmen sind geschult von der Sopranistin Elisabeth Haumann (r). Foto: Foto: Manuela Rieger

    Steindorf In der Kirche St. Stephanus setzte Tobias Peschanel den ersten Glanzpunkt mit der Wiedergabe von Johann Sebastian Bachs Präludium und Fuge Es-Dur BWV 552. Majestätisch und durchsichtig gestaltete er die pathetische Eröffnung.

    Ein frischer und in allen Stimmen großartiger Coro degli Angeli, präsentierte sich anschließend mal zusammen oder in Zwei-, Drei- oder Vierergruppen bis in die letzten stimmlichen Nuancen als fähiges und mächtiges Ensemble. Mit dem Chor oder über ihm, schwebte die Stimme der erfolgreichen Solistin mit dem einzigartigen Sopran, Elisabeth Haumanns. Die behutsam eingestimmte Orgel von Tobias Peschanel ergänzte dieses anrührende Musikereignis.

    Mit rührend schönen und frommen Melodien aus Frankreich, England, Deutschland und Italien ergänzte der souveräne Chor die Orgelwerke, die alle Künstler in bewundernswerter Einheit der Stimmen und Stimmung verwirklichten. Im besonderen Elisabeth Haumann. Beeindruckend das Ave Maria von G. Caccini.

    Nach Peschanels Orgelsolo von W. Hiller mit „il Licorno di Bomarzo“ in Reminiszenz an Michael Ende tönten die bezaubernden Klänge der Romantik selig durch den Saal: Schuberts „Mille Cherubini“, Humperdincks „Abendsegen“ fortgeführt von der mächtig anschwellenden Orgel in „Pantomime und Finale“ ebenfalls aus Hänsel und Gretel.

    Spontane Standing Ovations

    Tobias Peschanel, der an der Orgel subtil begleitete und die nahtlosen Übergänge von einem Lied zum andern improvisierte - Zwischenapplaus wäre der gefühlvollen Stimmung abträglich gewesen - hatte ausgezeichnete Arbeit geleistet. Diszipliniert und auf hohem Niveau sangen die Damen, ohne dadurch die natürliche Freude an der Musik zu beeinträchtigen. Kaum war das letzte Jubeln von Solistin, Chor und Orgel verklungen, dokumentierte das Auditorium in der fast voll besetzten Kirche mit spontanen Standing Ovations und minutenlangem Applaus seine Ergriffenheit und Begeisterung für dieses zweistündige, hochwertige Musikerlebnis.

    Doch das war es noch nicht ganz: Zusammen mit der Sopranistin, dem Chor und dem Publikum improvisierte Tobias Peschanel noch den Choral „Wachet auf“. Noch einmal lang anhaltender Applaus. Das war ein Konzert, das sich die Zuhörer nach einem Jahr gerne wieder wünschten.

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