Merching Sicher ist für den Gemeinderat Merching nur, was am Mandichosee gerade nicht geht: Die Kiesinsel kann jedenfalls kein neues Heim für die Segler werden. Das ist aus Gründen des Naturschutzes, des Wasserrechts und des Bebauungsplanes nicht möglich, berichtete Bürgermeister Martin Walch. Auch die Firma Eon wäre dagegen, wenn man auf ihrem Gelände einen Kanal einplanen würde. Das Rondell unweit der Slipanlage wurde als möglicher Standort ebenso ausgeschlossen. Abgelehnt wurde auch der Vorschlag von Anita Menge, die sich unter dem Gesichtspunkt „Segler müssen am Wasser sein“ für einen Standort am Kiosk eingesetzt hatte. Doch „nach dem Pfingsthochwasser wurden die Vorschriften verschärft“, erklärte Geschäftsführender Beamter Bernhard Frank.
Fakt ist auch, dass das bestehende Segler- und Surfergelände als Standort gefährdet ist. Die Fischtreppe muss nun errichtet werden, auch wenn noch wichtige Informationen über Länge, Tiefe und Breite fehlen, ergänzte Martin Walch. Die Firma Eon fordert, dass der Dammfuß in Zukunft von Bewuchs, Gebäuden und Gerätschaften frei gehalten werden soll.
Gerhard Deubler von der Unteren Naturschutzbehörde hatte jedoch vorgeschlagen den Seglern die nördlichste Parkplatzspur zu überlassen. Die Gemeinde Merching könnte den Seglern einen Platz im südlichen Bereich anbieten, der auch nach Süden hin begrünt werden soll. Allerdings sind beide Bereiche etwas kleiner, „aber im Endeffekt sind die Segelboote nicht weiter weg vom Wasser – und eine Neuordnung tut sicher gut“, fand Dr. Werner Schrom. „Es gibt durchaus Geräte, die nicht mehr seetüchtig sind“, unterstrich Bernhard Frank. „Die Segler müssen sich nur klar werden, was sie wollen. Bis Frühjahr nächsten Jahres will das Landratsamt Bebauungspläne sehen. Wir stehen unter einem gewaltigen Vollzugsdruck.“
Hermann Reiss, Vorsitzender des Segelvereins Merching, war mit Schriftführerin zu den Gesprächen ins Landratsamt eingeladen worden und ist deshalb bereits über den Sachverhalt informiert. Aber auch alle anderen Wassersportler sollen mit ins Boot geholt werden: Peter Tomaschko plädierte dafür, dass sich „alle Beteiligten zusammensetzen und eine Lösung unter naturschutzrechtlichen Belangen finden, wobei aber auch das Ortsbild im Auge behalten werden soll.
Vielleicht gibt es ja doch eine zweigeteilte Lösung: oben am Kiosk unten am Parkplatz der Bereich als Lagerfläche. Die Vereine müssen auch dazutun.“ Dies soll nun in Kürze geschehen, beschloss der Gemeinderat.