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Aichach-Friedberg

11.03.2020

Mehr Personal und Patienten: Das ändert sich an Kliniken an der Paar

Die Auslastung der Kliniken an der Paar ist wieder gestiegen. Für die Arbeit der kommissarischen Geschäftsführung gab es Lob im Werkausschuss des Kreistags.
Bild: Ute Krogull (Archiv)

Plus Was die kommissarische Geschäftsführung der Kliniken an der Paar seit der Trennung von Krankenhaus-Chef Kazmierczak erreicht hat.

Die Kliniken an der Paar kommen wieder in ein ruhigeres Fahrwasser. Nach den Turbulenzen des vergangenen Jahres zog der kommissarische Geschäftsführer Georg Großhauser ein positives Fazit der vergangenen sechs Monate, in denen er gemeinsam mit Peter Schiele für den Betrieb der beiden Krankenhäuser verantwortlich war. Landrat Klaus Metzger bescheinigte ihnen im Werkausschuss des Kreistags, einen hervorragenden Job gemacht zu haben.

Ende März gibt Großhauser diese Tätigkeit auf und widmet sich wieder seiner eigentlichen Aufgabe als Verwaltungschef des Landratsamtes. Zum 1. April übernimmt Hubert Mayer die Leitung der Kliniken. Er wird dabei bis auf Weiteres von Peter Schiele unterstützt (wir berichteten). Und so haben sich die Kliniken entwickelt, seit sich der Landkreis im Sommer 2019 von Geschäftsführer Krzysztof Kazmierczak getrennt hat:

  • Personal Die Kliniken beschäftigen wieder mehr Mitarbeiter als in den Jahren 2018 und 2019. Dazu wurden eine Anwerbe-Offensive gestartet und innerhalb kurzer Zeit ein Online-Bewerberportal installiert. Zuvor hatte es laut Landrat Metzger häufig Beschwerden darüber gegeben, dass Jobinteressenten nicht einmal eine Eingangsbestätigung erhalten hatten. Großhauser betonte, dass sich diese Personalmehrung in den Leistungen niederschlagen müsse, um die entsprechenden Einnahmen zu erzielen.
  • Belegung Die Belegungszahlen in beiden Häusern sind nach dem Patientenrückgang 2019 wieder gestiegen. In der vergangenen Woche lag sie sogar bei 110 Prozent der verfügbaren Betten.
  • Finanzen Das Defizit für 2019 liegt bei 8,5 Millionen Euro und damit niedriger, als im Sommer noch befürchtet wurde.

Geburtenstation: Frauen aus Raum Aichach kommen nach Friedberg

  • Geburtenstation Allein im Februar gab es in Friedberg 85 Geburten. Auch Frauen aus dem Landkreis-Norden kommen vermehrt nach Friedberg, im vergangenen Jahr waren es rund 100. Die Hebammen seien hoch motiviert, allerdings sei noch kein weiteres eigenes Personal für die neue Hauptabteilung gefunden worden. Angesichts der geringen Zahl von Operationen gebe es wenig Interesse.
  • Unfallchirurgie Zum 1. Februar wurde die Unfallchirurgie am Aichacher Krankenhaus wiedereröffnet. Laut Großhauser ist ein Zulauf von Patienten zu verzeichnen. Dies sei wichtig, um die nötigen Fallzahlen zu erreichen.
  • Viszeralchirurgie Der Klinikchef sprach von einem außerordentlich guten Leistungsangebot in Friedberg. Ein entsprechender Schwerpunkt soll nun auch in Aichach gebildet werden.
  • Psychiatrische Ambulanz Das neue Angebot in Aichach wird gut genutzt. Der Bezirk Schwaben hat bereits Interesse signalisiert, zusätzliche Räume im Altbau des Krankenhauses anzumieten.
  • Pflege Neben der einjährigen Krankenpflegeausbildung wird es künftig auch eine generalistische Ausbildung für Alten- und Krankenpflege geben. Von den 60 Ausbildungsplätzen sind 30 an den Kliniken an der Paar angesiedelt. Die entsprechende Vereinbarung mit dem Berufsbildungszentrum Augsburg steht kurz vor dem Abschluss.

Notfallzentrum in Kliniken an der Paar nicht zu schaffen

  • Notfallzentrum Chefarzt Albert Bauer betonte das Interesse der Kliniken an der Einrichtung eines integrierten Notfallzentrums als erste Anlaufstelle für Patienten. Der Gesetzgeber habe die Schwellen dafür jedoch so hoch gelegt, dass die Voraussetzungen dafür in den Kliniken an der Paar nicht zu schaffen seien.
  • Öffentlichkeitsarbeit Die Kliniken arbeiten an einer besseren Außendarstellung. Auf Anregung des Fördervereins in Aichach wurden darum bunte Schlüsselbänder mit dem Kliniklogo in Auftrag gegeben. Außerdem soll es Autoaufkleber mit dem Slogan „Dahoam kuriert“ geben.

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