Startseite
Icon Pfeil nach unten
Friedberg
Icon Pfeil nach unten
Mering
Icon Pfeil nach unten

Mering: Es wird immer enger: Das Meringer Marktbauamt zieht in den Bauhof um

Mering

Es wird immer enger: Das Meringer Marktbauamt zieht in den Bauhof um

  • |
  • |
  • |
    Das Meringer Rathaus ist zu klein. Deswegen soll das Marktbauamt jetzt in den Bauhof umgesiedelt werden.
    Das Meringer Rathaus ist zu klein. Deswegen soll das Marktbauamt jetzt in den Bauhof umgesiedelt werden. Foto: Bernhard Weizenegger

    Das Meringer Rathaus ist sanierungsbedürftig, entspricht nicht mehr den gesetzlichen Vorgaben bezüglich Barrierefreiheit und ist zudem für die Verwaltung der stetig wachsende Marktgemeinde viel zu klein geworden. Um wenigstens die dringendste Raumnot zu beheben, soll Marktbaumeister Armin Lichtenstern mit seinem technischen Bauamt in den Bauhof umziehen. Dieses Projekt war Thema in der jüngsten Sitzung des Marktgemeinderates.

    Dazu will der Markt Mering zwei Wohnungen im Obergeschoss des Bauhofs zu Verwaltungsräumen umbauen. Über viele Jahre hatte die Kommune diese zur Unterbringung von Obdachlosen genutzt. Die beiden Wohnungen mit insgesamt 180 Quadratmeter Grundfläche sind mittlerweile entmietet. Bei einer Besichtigung vor Ort stellte sich nun heraus, dass die Räume stark verraucht und generell in einem sehr schlechten Zustand sind. Um diese für die Verwaltung nutzbar zu machen, muss Mering insgesamt rund 184.000 Euro investieren.

    Bis zu 35 Grad in den Büros des Meringer Rathauses

    Bürgermeister Florian Mayer erläuterte die Hintergründe für das Vorhaben. "Das Rathaus ist zu klein, die Auszubildenden haben eigentlich schon gar keinen Platz mehr und in den Gängen können wir die Abstandsflächen nicht einhalten", schilderte er. Auf engstem Raum teilen sich die Mitarbeiter die Büros. Unterm Dach seien in der vergangenen Hitzeperiode an Arbeitstagen schon bis 35 Grad Raumtemperatur erreicht worden. Hier hat Kämmerer Martin Lehner mit der Finanzverwaltung sein Reich. Nach der Umsiedelung des Bauamtes wird diese zwar nicht komplett umziehen können, aber ein Teil der Mitarbeiter wird dann schon in andere Räume ausweichen können, sodass es nicht mehr so eng in den Büros ist, hofft Bürgermeister Mayer.

    Damit ist Merings Rathaus-Problem jedoch noch lange nicht gelöst. Um den Raumbedarf mittelfristig zu erfüllen, wird es eine Erweiterung brauchen. An einem früheren Punkt der Sitzung hatte der Bürgermeister bereits angemerkt, dass er für eine Erweiterung Richtung Benefiziatengarten wäre. Und auch das bestehende Rathaus muss saniert und bezüglich der Vorschriften wie Barrierefreiheit und Brandschutz auf den aktuellen Stand gebracht werden. Auch deswegen bat der Bürgermeister den Gemeinderat darum, dem Umbau im Bauhof zuzustimmen. Denn wenn es einmal an die große Sanierung geht, können diese Räume gemeinsam mit dem dann bestenfalls schon fertigen Erweiterungsbau Teile der Verwaltung aufnehmen, sodass nicht das komplette Rathaus während der Sanierungsarbeiten in einen Interimsbau ausquartiert werden müsste.

    Bereits jetzt an weitere Arbeitsplätze im Bauhof denken

    Angesichts der relativ hohen Kosten gab es einige kritische Nachfragen zu den Baudetails. Paul Kuhnert (UWG) erschien das Platzangebot von insgesamt 180 Quadratmeter für die sieben Mitarbeiter aus dem Bauamt, die dort unterkommen als relativ großzügig. Er mahnte an, dass die Arbeitsplätze samt den Anschlüssen so geplant werden müssen, dass man relativ unkompliziert noch weitere Mitarbeiter dort unterbringen könnte. Marktbaumeister Armin Lichtenstern versicherte, dass man das tue und erläuterte, dass die 180 Quadratmeter nicht die reine Bürofläche seien sondern auch Toiletten und Teeküche mit umfassen.

    CSU-Sprecher Georg Resch erklärte, seine Fraktion sehe die Verlagerung des Markbauamtes positiv. Denn Mering wachse und wachse und auch das Personal in der Verwaltung werde nicht weniger. "Wenn zwei Leute auf zehn Quadratmetern zusammen arbeiten müssen - das ist nicht mehr menschlich", stellte er fest.

    Ohne Gegenstimmen beschloss der Marktgemeinderat am Ende den Umbau der Bauhof-Räume.

    Diskutieren Sie mit
    XXX 0 Kommentare
    hier kommen komentare rein
    Dieser Artikel kann nicht mehr kommentiert werden