Ein Aussichtshügel, Bolzplatz und Legionslager für Kinder sollen auf einem 7260 Quadratmeter großen Freizeitgelände im Westen von Mering entstehen. Dem vom Landschaftsarchitekten stadt land fritz erarbeiteten Vorentwurf stimmte der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung zu.
Das Grundstück liegt an der alten Römerstraße Via Julia und soll für rund 217000 Euro erschlossen werden. Darin ist auch die Fläche für das neue Gebäude des Trachtenvereins „Almarausch“ enthalten. Dessen Heim hat eine Länge von 32 Metern und eine Breite von 16 Metern und darf auch von anderen Vereinen genutzt werden.
Dazu kommen weitere Kosten für das Herrichten und die Ausstattung des geplanten Spielplatzes, sodass sich eine Gesamtsumme von 410000 Euro ergibt. Für Untersuchungen des Bayerischen Landesamts für Denkmalschutz wegen eines römischen Bodendenkmals können zusätzlich Kosten anfallen.
Runterrutschen vom Römer-Wachturm auf Merings neuem Spielplatz
Der Gemeinderat will beim Spielplatz das Thema Römer aufgreifen und für den Meringer Nachwuchs ein Legionslager mit verschiedenen Spielgeräten schaffen. Die Idee zu diesem Themenspielplatz hat Merings Bürgermeister Hans-Dieter Kandler schon lange. Inspiriert hat ihn dazu die Römerstraße Via Julia, die hier einst verlaufen ist.
Der Spielplatz soll im Zufahrtsbereich zum neuen Trachtenheim liegen. Vorgesehen sind unter anderem ein Wachturm mit Tunnelrutsche, eine Wallanlage mit Tunnel und eine Schwingreifenschaukel. Nördlich des Trachtenheims sieht der Entwurf des Büros stadt land fritz einen Rastplatz zum Verweilen vor sowie einen Bolzplatz mit Aussichtshügel.
Diskussion um Schlittenberg auf dem Freizeitgelände rund ums Trachtenheim
„Der sollte auf jeden Fall zum Schlittenfahren wie am Badanger genutzt werden“, schlug Götz Brinkmann (SPD/parteifrei) in der Diskussion vor. Ein entsprechender Ausbau werde allerdings eine fünfstellige Summe kosten, gab Bürgermeister Hans-Dieter Kandler zu bedenken. „Und wann liegt bei uns schon mal ausreichend Schnee?“, sagte Florian Mayer (CSU).
Spätestens am 29. November will die Marktgemeinde mit der Errichtung des Spielplatzes beginnen. Wenn er ein Jahr später noch nicht in Betrieb genommen worden ist, entfällt eine eingeplante Kostenerstattung der Firma Dumberger in Höhe von 60000 Euro. Dieser Zuschuss ist im städtebaulichen Vertrag festgelegt, den die Gemeinde mit der Baufirma für das angrenzende Wohngebiet am Oberfeld geschlossen hat. Bereits einmal hat der Markt Mering eine Verlängerung der Frist herausgehandelt. Doch nun muss endlich mit dem Bau des Spielplatzes begonnen werden, sonst verfallen die Gelder.