Mit knappen finanziellen Mitteln haushalten und zugleich noch wichtige Projekte anschieben, dieser Herausforderung stellt sich Stefan Hummel als Bürgermeisterkandidat der Meringer SPD. Der 35-Jährige will nach 24 Jahren Amtszeit seines Parteikollegen Hans-Dieter Kandler künftig den Chefsessel im Meringer Rathaus übernehmen.
Was ist Ihr wichtigstes Vorhaben?
Stefan Hummel: In Mering stehen so viele wichtige Vorhaben an, dass mir die Entscheidung wirklich schwerfällt. Mering braucht ein attraktives und verkehrsberuhigtes Ortszentrum. Eltern und Kinder erwarten ausreichende und gute Kinderbetreuungseinrichtungen, Senioren eine altersgerechte Infrastruktur. Unsere Vereine und Ehrenamtlichen benötigen Räumlichkeiten und Hallenkapazitäten. Der Schlüssel, um all diese Herausforderungen in Mering zu meistern, ist: Zusammenarbeit und Transparenz. Miteinander mehr möglich machen ist für mich nicht nur ein Werbeslogan, sondern ernst gemeint. Mit mir bekommt Mering einen Bürgermeister, der das Miteinander als Fundament erfolgreicher Arbeit sieht. Mein wichtigstes Vorhaben ist es daher, konstruktiv zusammenzuarbeiten und dadurch gute und sichtbare Ergebnisse für Mering und seine Bürgerinnen und Bürger zu erzielen.
Stefan Hummel: Mering hätte Planungen umsetzen müssen
Welche politischen Fehler in Ihrer Gemeinde würden Sie gerne ungeschehen machen?
Hummel: Mering ist ein attraktiver Ort zum Leben und als Wohnort begehrt. Direkt ungeschehen machen möchte ich nichts. Ich hätte mir in der Vergangenheit gewünscht, dass Mering mehr seiner Planungen auch umgesetzt hätte. An dieser Stelle denke ich konkret an die vielen ISEK-Maßnahmen zur Gestaltung des Ortszentrums und die nicht ausreichend mitgewachsene gemeindliche Infrastruktur, wie im Bereich der Kinderbetreuung oder der Sport- und Freizeiteinrichtungen.
Das ist Stefan Hummel
Aufgewachsen bin ich gemeinsam mit meinen Eltern und meinen zwei Schwestern in Bamberg.
Wohnort Ich lebe gemeinsam mit meinem Mann Florian in Mering.
Familienstand Verheiratet.
Kinder Keine.
Ausbildung und Beruf Geschäftsleitender Beamter im Pöttmeser Rathaus. Zuvor bei der Landeshauptstadt München beschäftigt. Von Beruf Dipl.-Verwaltungswirt und Wirtschaftsassistent. Nebenberuflich Hochschullehrer und Dozent für Kommunalrecht an der Hochschule für den Öffentlichen Dienst sowie an der Bayerischen Verwaltungsschule.
Hobbys Tanzsport (Standard- und Lateintänze) in der Tanzsportabteilung des Meringer Sportvereins, Segelfliegen, Reisen mit dem Wohnwagen.
Politische Ämter, Vereinsmitgliedschaften und Ehrenämter Vorstandsmitglied SPD Ortsverein Mering, Vorstandsmitglied SPD Unterbezirk Aichach-Friedberg, Mitglied Meringer Sportverein, IKM, Tierparlament Mering, Bamberger Segelflugverein, 2. Sprecher bei „Mering ist Bunt“, Schöffe in der vergangenen Amtsperiode.
Was wollen Sie für die Jugend in Ihrem Ort tun?
Hummel: Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen bekommen mit mir einen Bürgermeister, der sie und ihre Belange ernst nimmt, der mit ihnen redet und der sich für ihre Interessen einsetzt. Ich stehe für den Erhalt des Jugendzentrums und unterstütze die Vereine und ehrenamtlichen Einrichtungen bei der Jugendarbeit. Egal ob Sport, Kultur, Musik, Hobby oder Freizeitaktivitäten. Wichtig ist mir dabei, dass ich nicht nur mit der Leitung des Jugendzentrums oder den Vereinsvorsitzenden spreche, sondern direkt mit den Jugendlichen, zum Beispiel bei regelmäßigen Treffen im Jugendzentrum oder bei Jung-Bürgerversammlungen in Kontakt trete. Nur durch regelmäßige Treffen und Gespräche mit den Jugendlichen erfahre ich, welche Themen wichtig sind und die Jugend aktuell beschäftigt.
Stefan Hummel will für Mering generationenübergreifende Angebote
Was brauchen die Senioren im Ort?
Hummel: Senioren brauchen in Mering altersgerechten Wohnraum mit Hilfsangeboten, aber auch erreichbare Einkaufsmöglichkeiten, eine gute ärztliche Versorgung und flexible Fahrdienste. Ich befürworte und unterstütze die Erstellung eines seniorenpolitischen Gesamtkonzepts für Mering und halte generationenübergreifende Wohn-, Freizeit- und Sportangebote für sinnvoll. Im Fokus meiner Arbeit steht auch die Vernetzung sowie die Koordination der Hilfsangebote und der Ehrenamtlichen.
Was sind Ihre persönlichen Untugenden?
Hummel: Mein Putzfimmel, den ich von meiner Mama habe.
Worüber können Sie lachen?
Hummel: Über gutes Kabarett: am liebsten Martina Schwarzmann oder meinem alten Chef Christian Ude. Auch über meinen Kater Charly, wenn er auf Erkundungstour geht.
Was wird Ihre schwierigste Aufgabe als Bürgermeister?
Hummel: Die vielen notwendigen Aufgaben und Herausforderungen unserer Marktgemeinde mit den knappen finanziellen Möglichkeiten zu bestreiten.
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