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Handball

25.01.2017

Neuer Trainer, neues Konzept

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Er soll ab der kommenden Saison bei den Handballern des TSV Friedberg die Richtung vorgeben: Mirko Pesic. Der 58-Jährige, der 2015 schon einmal hier engagiert war, soll nun als hauptamtlicher Trainer agieren.
Bild: Peter Kleist

Der TSV Friedberg setzt in der kommenden Saison mit Mirko Pesic auf einen alten Bekannten. Vilchez-Moreno muss gehen. Die Abteilung verfolgt damit mehrere Ziele

Die Handball-Abteilungsleitung des TSV Friedberg geht neue Wege. In der kommenden Saison wird Mirko Pesic das Training der ersten Mannschaft in der Bayernliga übernehmen. Der Vertrag mit Manuel Vilchez-Moreno läuft aus.

Zudem möchte die Abteilung rund um ihren Leiter Robert Salopek ein neues Konzept umsetzen, mit dem in Zukunft die Jugendarbeit stärker gefördert werden soll. Da nimmt der neue Trainer eine Schlüsselposition ein. Pesic ist allerdings ein alter Bekannter in Friedberg. Schon 2015 trainierte er die erste Mannschaft, damals noch in der 3. Liga, für mehrere Monate. Wie der 58-Jährige erklärt, war die damalige Anstellung bis zum Ende der Saison befristet, weil Pesic bereits in Schleswig-Holstein bei einem anderen Verein zugesagt hatte. Er übernahm den Trainerposten beim TSV zur Überbrückung, nachdem der damalige TSV-Trainer Harald Rosenberger sein Amt im Winter zur Verfügung gestellt hatte.

Sein Engagement hat er aber positiv in Erinnerung. „Die Rahmenbedingen waren ausgezeichnet. Mir hat das alles sehr gut gefallen, bis auf die Ergebnisse natürlich“, meinte er. Nach einer Saison, die durch viele verletzungsbedingte Ausfälle von Stammspielern geprägt war, stieg das Team ab – in 15 Spielen gelang den Friedbergern damals in der Rückrunde nur ein einziger Sieg. Pesic ging nach Schleswig-Holstein, wo er bei der HSG Tills Löwen 08 zurzeit unter anderem die erste Frauenmannschaft trainiert. Er freute sich aber, als die Friedberger zu ihm Kontakt aufnahmen, wie er sagt. Ein Einsatz in Bayern sei für ihn sehr reizvoll, auch aufgrund der Nähe zu seinem Geburtsland Kroatien.

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Als junger Spieler schaffte Pesic innerhalb von vier Jahren den Sprung von der Oberliga in die 1. Jugoslawische Liga. Allerdings beendete eine schwere Knieverletzung seine Karriere. Pesic wollte beim Handball bleiben und ließ sich zum Trainer ausbilden – zunächst in Kroatien, aber seit 2007 besitzt er auch die A-Lizenz des Deutschen Handballbunds. In Deutschland war der 58-Jährige bereits bei zahlreichen Vereinen im Einsatz – unter anderem als Torwart-Trainer beim damaligen Bundesligisten TV Niederwürzbach. Viele Erfolge feierte er auch mit der Frauenmannschaft des TuS Neunkirchen.

Abteilungsleiter Robert Salopek betont, dass der TSV mit Pesic ein neues Konzept verfolgt. Der 58-Jährige wird anders als sein Vorgänger hauptamtlich beim Verein arbeiten und hat daher auch zeitlich viel mehr Möglichkeiten. Schon jetzt geben Ehrenamtliche des Vereins an Schulen in Friedberg und Affing am Nachmittag Handballstunden. Das ganze läuft im Rahmen des Programms „Sport nach 1“. Salopek sagt: „Wir wollen die Kinder für Handball begeistern.“ Pesic soll zudem ein Auge auf den Jugendbereich im Verein werfen und die Trainer fortbilden. Die „gute Qualität“ in diesem Bereich soll laut Salopek gesichert und ausgebaut werden und die Teams weiterhin in den oberen Ligen vertreten sein. Unter anderem spielen die B- und C-Jugend in der Bayernliga.

Im Hinblick auf die erste Mannschaft gibt der Verein das Ziel aus, wieder in die 3. Liga zurückkehren zu wollen. „Der Zug ist abgefahren für diese Saison, aber in der nächsten wollen wir den Aufstieg anpeilen“, sagt Salopek. Er erhofft sich durch die Neuaufstellung eine „Magnetwirkung“ auf gute Spieler, sagt aber auch, dass der Kader bereits gut aufgestellt sei. „Ein Teil hat schon Regionalligaerfahrung.“

Salopek betont, dass den Verantwortlichen die Entscheidung, sich von Manuel Vilchez-Moreno zu trennen, nicht leicht gefallen sei. „Er hat gute Arbeit geleistet,“ meint der Abteilungsleiter. Pesic könne sich aber in Zukunft als hauptamtlich wirkender Trainer ganz anders einbringen.

Manuel Vilchez-Moreno sagt ganz offen: „Nach den vielen Jahren im Verein ist es schade, dass man nicht mit mir weitermacht.“ Dann fügt er hinzu: „Das ist halt Sport.“ Zwei Jahre war er nun beim TSV Friedberg als Trainer im Einsatz. Über seine sportliche Zukunft mache er sich noch keine Gedanken. Er wolle nun die Bayernliga-Saison mit dem Team ordentlich zu Ende bringen. „Dann schaue ich mal, wofür ich Interesse hätte“, meinte der Spanier.

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