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Mering

06.03.2020

Spatenstich fürs neue Meringer Sportheim

Der SV Mering bekommt ein neues Sportheim. Dazu fand nun der offizielle Spatenstich statt.
Bild: Gönül Frey

Plus Für 4,16 Millionen Euro entsteht ein neues Sportheim für den MSV. Spitzen und Anspielungen beim Festakt zeugen vom steinigen Weg des Projekts.

Der Meringer Sportverein (MSV) mit seinen 1400 Mitgliedern bekommt ein neues Sportheim. Insgesamt rund 4,16 Millionen Euro wird der moderne Bau mit Umkleiden, Büroräumen, Bistro und einem Übungsraum für Tanz- und Gymnastikangebote kosten. Zum offiziellen Baubeginn veranstaltete der MSV mit seinem Vorsitzenden Georg Resch nun einen kleinen Festakt.

Dabei ließ Resch den langen und schwierigen Weg für den Neubau, der prinzipiell schon seit sieben Jahren beschlossen ist, Revue passieren. „Mitunter wurde zwar an einem Strang gezogen, jedoch nicht immer in die gleiche Richtung“, fasste er pointiert zusammen. So galt es mit der Marktgemeinde den Bau- und Überlassungsvertrag auszuhandeln. Und auch das Ringen um die Fördergelder durch den Bayerischen Landesportverein (BLSV) nahm einige überraschende Wendungen.

Lange hat Georg Resch, Vorsitzender des SV Mering, darauf hingearbeitet. Mit einem kleinen Festakt feierte er nun den Baubeginn für das neue Sportheim.
Bild: Gönül Frey

So wurde, als der Förderantrag aus Mering eigentlich schon abgeschlossen war, die Bezuschussung für finanzschwache Kommunen – und dazu zählt die Marktgemeinde offiziell – von 20 auf 30 Prozent angehoben. Zusätzlich gelang es Vorsitzendem Resch über den CSU-Landtagsabgeordneten Peter Tomaschko durchzusetzen, dass die Förderobergrenzen an die Baukostensteigerung angepasst wurden. Damit könne der Sportverein einschließlich der Zuschüsse einen Eigenanteil von 1,33 Millionen stemmen. Die restlichen gut 2,8 Millionen Euro trägt der Markt Mering. Dieses Geld sei gut investiert bei 1400 Mitgliedern, davon die Hälfte Kinder und Jugendliche, für die die Ehrenamtlichen laut Resch jährlich 21000 Arbeitsstunden leisten.

Tomaschko über Resch: "Er kann richtig lästig werden"

Landtagsabgeordneter Tomaschko verband seine Glückwünsche mit einem sehr speziellen Kompliment an den MSV-Vorsitzenden: „Wenn er etwas will, dann kann er richtig lästig werden – vor allem wenn es für seinen Verein ist!“. Mering habe mit diesem Projekt und dem Förderverfahren geradezu Geschichte in Bayern geschrieben. Und er freue sich, dass nun rund eine Million Euro vom Freistaat über den BLSV in Mering ankommen.

 

Auch Bürgermeister Hans-Dieter Kandler freute sich, dass der MSV mit dem Baustart eine wichtige Hürde genommen habe. Damit sei die Umsetzung des Projektes wohl gesichert. Für andere Vorhaben zeigte sich das Gemeindeoberhaupt weniger zuversichtlich. Der Gemeinderat habe für die kommenden Jahre Vorhaben für insgesamt 56 Millionen Euro beschlossen, die unmöglich alle zu finanzieren seien. Der neue Gemeinderat werde lernen müssen, sich vom Prinzip „wünsch dir was!“ zu verabschieden. „Ich bin froh, dass ich die Suppe, die mir andere einbrocken wollen, nicht mehr auslöffeln muss“, sagte Kandler, der bei der kommenden Kommunalwahl nicht mehr antritt.

Mit neuem Sportheim einen besseren Eindruck auf Gäste machen

Für den BLSV überbrachte Brigitte Laske die Gratulationen. Sie sprach über die Erfahrung in ihrem eigenen Heimatverein, bei dem zum neuen Domizil viel Eigenleistung erbracht wurde und zeigte sich zuversichtlich, dass auch in Mering die Mitglieder tatkräftig mit anpacken.

Zuletzt hatte Architekt Alen Jasarevic das Wort. Er ist, wie Resch betonte, ein ganz besonderer Glücksfall für das Projekt, weil er als Jugendtrainer die Bedürfnisse der Sportler ganz genau kennt. Anschaulich schilderte Jasarevic, warum das neue Sportheim nötig ist. „Bei einem Heimspiel kommen die Jungs schon angezogen aufs Spielfeld“, erzählte er. Die Kabinen überlassen sie den Gästen, dennoch müssen sich dort oft zwei bis drei Mannschaften einen Umkleideraum teilen. Wenn der Neubau fertig sei, werde das alles besser. „Es ist ein großer Beitrag dazu, dass Mering einen guten Eindruck bei unseren Gästen hinterlässt“, sagte er.

Lesen Sie auch das Porträt über den MSV-Vorsitzenden Georg Resch: Georg Resch hat Visionen für Mering

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