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Märchen

15.11.2011

Tänzerinnen entführen ihr Publikum in die glitzernde Welt des Orients

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Die kleinen Metallplättchen an den bunten Kostümen der Tänzerinnen klirrten während der Tänze.

Inge Hoffbauer verwandelt sich in Tulay und zeigt mit ihren Schülerinnen in der Stadthalle Friedberg die Vielfalt des orientalischen Tanzes

Friedberg Wirbelnde Schleier, leise klimpernde Glöckchen, bunte Röcke und die verschiedensten orientalischen Tänze – das gab es von Tulay in der Stadthalle zu sehen. Tulay ist eine Tanzschule und das ist Inge Hoffbauer, eine staatlich geprüfte Ergotherapeutin, die sich seit ihrer frühen Jugend mit Musik, Tanz, Rhythmik und Gesang beschäftigt.

Die Zuschauer waren von dem rund zweistündigen Programm begeistert. In verschiedenen Gruppen präsentierten die Tänzerinnen bis zum rauschenden Finale 19 Tänze, die dank der Vielzahl an Kostümen und originellen Ideen nie gleich aussahen.

So gab es einen Lichtertanz, klassisch orientalische Tänze, Schleier- und Tribaltänze. Eingebettet waren die Tänze in das Märchen „Aufruhr im Reich Ozeanis“, das Sebastian Reisacher vom Augsburger Theater Don Bosco – verkleidet als Geschichtenerzähler – vortrug. Im Halbdunkel erzählte Reisacher von Wasserfeen, die als Wächterinnen auf alle Meeresbewohner, Pflanzen wie Tiere, aufpassen sollen. Unerwartet verlassen die Wächterinnen den Meeresgrund, aber warum?

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Mit Kerzen wogten die Tänzerinnen durch die Halle, um anschließend auf die Bühne zu gelangen. Die Zuschauer wurden auf eine Reise der Vielfalt genommen. Die einzelnen Gruppen der Tanzschule entführten die Besucher in eine magische und geheimnisvolle Welt der orientalischen Tanzkunst.

Mit ihren bunten Kostümen bildeten die Tänzerinnen eine Einheit, in der doch keine so aussah wie die andere.

Die kleinen Metallplättchen an den Kostümen der Tänzerinnen klirrten während der Tänze. Schließlich sollte die Kraft der Trommeln die Wächterinnen zurückholen. Die wollten lieber an fremden Stränden tanzen und erlebten Liebe genauso wie Piratenschlachten, sodass jeder Tanz neue Überraschungen bereithielt. Schleiertänze wurden ebenso aufgeführt wie der traditionelle Bauchtanz.

Im Rausch der Farben und Stoffe

Etwa bei dem Tanz „Flirtation“, bei dem die Tänzerinnen mit glitzernden Stoffbahnen aussahen wie Elfen, die freudig im Kreis wirbelten, sich hinter ihren Flügeln verbargen und dann wieder strahlend hinter den wehenden Stoffen zum Vorschein kamen und das Publikum fesselten.

Sich selbst präsentierte die Tanzlehrerin Tulay mal unberechenbar und wild, danach wieder schmeichelnd und sanft bei dem Tanz „Meereswind“.

Die Freude am orientalischen Tanz war allen Tänzerinnen anzusehen. Wie gut ihnen das gelang, zeigte sich an dem enttäuschten Murmeln nach dem Finale. Niemand wollte sich so abrupt aus der zauberhaften Welt von 1001 Nacht reißen lassen.

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