Startseite
Icon Pfeil nach unten
Friedberg
Icon Pfeil nach unten
Kissing
Icon Pfeil nach unten

Vandalismus: Vandalismus in Kirche schockt Kissinger

Vandalismus

Vandalismus in Kirche schockt Kissinger

  • |
  • |
  • |
    Der Einbrecher hat eine Hirtenfigur beschädigt.
    Der Einbrecher hat eine Hirtenfigur beschädigt. Foto: Gönül Frey

    Glasscherben auf dem Kirchenboden, die Verzierung vom Kreuzweg-Gemälde abgebrochen, ein hölzerner Hirte ohne Bein – ein Einbrecher hat in der Silvesternacht in der Kissinger Kirche St. Stephan Spuren hinterlassen. Gestohlen wurde nichts. Doch die Menschen sind erschüttert und den Verantwortlichen der Kirchengemeinde reicht es. Denn seit Jahren haben sie an Silvester unter Feiernden bei St. Stephan und an der Burgstallkapelle zu leiden.

    Krippenfiguren umgeworfen und beschädigt

    Mesnerin Brigitte Bahmer hat die Bescherung am Neujahrsmorgen entdeckt. Ein Bleiglasfenster oberhalb der Krippe war eingetreten. Von dort muss sich der Unbekannte herabgelassen haben. Bei seinem Abstieg ging die Verzierung an einem Kreuzwegbild zu Bruch. Danach landete er wohl in der Krippe. Dort sind Figuren umgeworfen und zum Teil beschädigt. Bei einem hölzernen Hirten ist ein Bein abgebrochen.

    Kirchenpfleger Helmuth Kirchberger erklärt, dass finanziell das kaputte Bleiglasfenster der größte Schaden sei. Rund 2000 Euro, schätzt er, wird es kosten, dieses zu ersetzen. „Der Einbruch in die Kirche und die Zerstörung an der Krippe trifft uns emotional und verletzt das religiöse Empfinden“, erklärt Pfarrer Werner Pfundstein. Dabei scheint es, dass die Kirche noch glimpflich davon gekommen ist. Es wurde nichts gestohlen. Der Opferstock blieb unberührt. Dabei muss der Täter das ganze Kirchenschiff durchquert haben.

    Raketen von Grabsteinen abgefeuert

    Möglicherweise sei das Ganze eine Mutprobe oder ein Streich von Jugendlichen gewesen, meint der Pfarrer. Denn die Kirche im Altort befindet sich ebenso wie die Burgstallkapelle an Silvester in einer Art Belagerungszustand. Wegen der wunderbaren Aussicht sind die beiden Gotteshäuser als Ort zum Feiern und Abschießen des Feuerwerks sehr beliebt. Die Verantwortlichen in der Pfarrei versuchen mit eher geringem Erfolg, das zu verhindern. „Auch dieses Jahr wieder wurden von den Grabsteinen aus Raketen abgefeuert. Und in manchen Jahren haben sie einen Meter vom Leichenhaus die Knaller gezündet, während dort ein Toter aufgebahrt war. Das ist einfach pietätlos“, sagt Oliver Kosel, Mesner von St. Bernhard.

    Nun ermittelt die Polizei. Und die Kirchengemeinde appelliert an die Feiernden, sich zu mäßigen. „Wenn jemand nur schauen möchte, dann lassen wir ihn ja gerne rein. Die brauchen sich nur bei mir zu melden“, verspricht Brigitte Bahmer.

    Diskutieren Sie mit
    XXX 0 Kommentare
    hier kommen komentare rein
    Dieser Artikel kann nicht mehr kommentiert werden