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Kultur in Friedberg

12.03.2019

Wolfram Grzabka eröffnet ein BücherZimmer für Jedermann

Wolfram Grzabka und seine Frau Gabriela Palm haben in ihrem Altstadthaus am Friedberger Berg 7 ein offenes BücherZimmer eingerichtet.
Bild: Christine Hornischer

Tipp für Bücher-Fans: Wolfram Grzabka und Gabriela Palm eröffnen in ihrem Haus am Friedberger Berg einen Raum für Bücher und Gespräche.

„Von allen Welten, die der Mensch erschaffen hat, ist die der Bücher die Gewaltigste.“ Wenn man die Worte von Heinrich Heine ernst nimmt, haben Wolfram Grzabka und seine Frau Gabriela Palm das Richtige getan. In ihrem gemütlichen Altstadthaus am Friedberger Berg 7 nämlich haben die Initiatoren des BücherSchrankes und der BücherKisten in Friedberg jetzt ein offenes BücherZimmer eingerichtet.

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100 Bücher haben die Beiden aus ihrem Fundus in die Regale des BücherZimmers gestellt, das in den Räumen der Friedberger Werbeagentur grzabka creative untergebracht ist. Gemütliche Sessel, Bücherregale und sogar Spielzeug für die Kleinen laden zum Tauschen, Leihen und Lesen ein. Jeder, der mag, darf vorbeischauen.

Wolfram Grzabka ist ein Mann der Tat

„Gestartet mit dem Projekt haben Gabriele und ich schon Anfang des Jahres“, erzählt Grzabka und lehnt sich in seinem bunt gemusterten Sessel zurück. Ein BücherZimmer sei nur logisch gewesen: „Ab und zu kam es vor dem BücherSchrank vor, dass sich Gespräche über die gelesenen Bücher oder Literatur im Allgemeinen entwickelten.“ Was fehlte, war ein Raum, wo man sich treffen und diskutieren kann. Dem hat er nun Abhilfe geschafft, denn Grzabka ist ein Mensch, der nicht nur redet, sondern auch macht.

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Sein Blick fällt im Gespräch auf das neue Buch Jan Weilers, der durch seine Bücher „Maria ihm schmeckt’s nicht“ und „Das Pubertier“ bekannt wurde. „Kühn hat zu tun“ heißt das Werk, ein Krimi. „Ja, Weiler kann auch Krimis“, sagt Wolfram Grzabka lachend. Er muss es wissen, da dies sein Lieblingsgenre ist. Autoren wie Wolfgang Schorlau oder Martin Suter gehören zu seinen Favoriten. „Lesen ist Kino im Kopf“, zitiert er Michael Ende. Lesen rege Fantasie und Kreativität an.

Grzabka hatte schon bei der Einweihung des öffentlichen BücherSchrankes vor der Stadtpfarrkirche St. Jakob in Friedberg im November 2015 Kärtchen mit Zitaten über das Lesen verteilt. Unter anderem waren da Zitate von Voltaire („Lesen weitet die Seele“) oder von Marie von Ebner-Eschenbach zu lesen: „Lesen ist ein großes Wunder“. Schon als kleiner Junge schmökerte er unter der Bettdecke mit seiner Taschenlampe. „Mein erstes Buch war ,Moby Dick’“, erinnert sich der Bücherwurm. Als Jugendlicher wechselte er dann aber schnell zu Ephraim Kishon. Zwinkernd gesteht der Künstler: „Neben zeitgenössischer Kunst sind Bücher meine zweite große Leidenschaft.“

So funktioniert das BücherZimmer in Friedberg

  • Feste Öffnungszeiten gibt es nicht.
  • Einfach vorbeischauen oder einen Termin ausmachen (0821-6503880).
  • Wenn das Zimmer besucht ist, hängt ein Schild am Fenster.
  • Die Bücher sind zum Tauschen, Leihen und Lesen gedacht.

Lesen Sie mehr über Wolfram Grzabka und seine Projekte: Wie die Friedberger Bücher aus Kisten tauschen

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