Um die fünf Grad beträgt die Wassertemperatur im Friedberger See aktuell. Zu kalt? Von wegen. Eisbaden ist im Trend. Das zeigt nicht nur ein Blick in Instagram oder TikTok, das sieht Jürgen Koppold auch jeden Tag von seinem Kiosk am Friedberger See aus. Deswegen hat der Friedberger beschlossen: Er ruft am 1. Januar 2026 zum offiziellen „Anbaden“ auf. Wer mitmacht, bekommt eine Urkunde.
Früher organisierte Koppold auf dem zugefrorenen See Eispartys zusammen mit Hitradio RT.1. Doch einen solch kalten Winter hat es lange nicht mehr gegeben. Also macht er aus der Not eine Tugend.
„Fast jeden Tag springt hier jemand ins Wasser, das hat es vor zehn Jahren noch nicht gegeben“, meint der Kioskbetreiber, der selber am liebsten nur bei tropischen Temperaturen baden geht. Also möchte er jeden und jede, die an Neujahr zwischen 11 und 15 Uhr zum Anbaden kommen, mit einer Urkunde und einem heißen Getränk belohnen. Er verspricht auch, dafür zu sorgen, dass man sich gut und geschützt umkleiden kann. Veranstalter der Aktion ist er gemeinsam mit dem Friedberger See Verein.
Eis- oder Kaltbaden ist seit einigen Jahren im Trend. Ihm werden positive Auswirkungen für Körper und Gesundheit zugeschrieben. So soll es das Immunsystem stärken, gut für das Herz-Kreislauf-System und die Psyche sein. Es ist zudem ein gutes Training für die Gefäße, die sich beim Eintauchen ins kalte Wasser zusammenziehen und danach wieder ausweiten. Angeblich wandelt der Kälteschock auch weißes Fett in braunes Fett um, aus dem Energie gewonnen wird - nach den Feiertagen sicher ein guter Ansatz.
Allerdings sollte nur ins kalte Wasser springen, wer gesundheitlich eine gute Konstitution hat. Zudem gilt: Nicht alleine eisbaden, nicht zu lange drin bleiben und den Kopf schützen.
Besondere Aufmerksamkeit erregte in der letzten zeit die Wim Hoff Methode. Hier werden erst Atemübungen gemacht, nach einer Pause steigt man dann ins kalte Wasser.
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