Als Karin und Wilhelm Quast vor sechs Jahren aus Nordrhein-Westfalen nach Mering zogen, hatten sie drei Wünsche. „Wir wollten schnell Kontakte in unserer neuen Heimat knüpfen, Aktivitäten des Ortes miterleben und auch die Umgebung kennenlernen“, berichtet das Ehepaar. Mithilfe des Bürgernetzes Mering konnten sie schnell heimisch werden. „Das Veranstaltungsangebot ist fantastisch“, schwärmt der 86-jährige Wilhelm Quast. „Wir haben uns auch beim neuen Freizeitprogramm gleich wieder für drei Ausflüge angemeldet.“ Gerade erst ist die von der Arbeitsgruppe Freizeitgestaltung aufgelegte Veranstaltungsbroschüre für das kommende Halbjahr druckfrisch erschienen.
Wieder gelang es den Koordinatoren Hermann Klemmt und Elisabeth Binswanger-Florian zusammen mit einem Team an Ideengebern ein ansprechendes Ausflugsangebot zusammenzustellen. Von April bis Oktober gibt es monatlich einen Halbtagesausflug und zudem am 29. April das beliebte musikalische Stelldichein mit Martin Hubner im Johanniter Pflegezentrum. Gestartet wird mit nicht ganz leichter Erinnerungskultur.
Am 23. April steht eine Führung durch die KZ Gedenkstätte Dachau auf dem Programm. Weniger schwer, eher historisch und romantisch wird es am 21. Mai beim Ausflug nach Schrobenhausen. Man muss jedoch nicht nur in die Ferne schweifen, um etwas zu erleben. Denn am 21. Juni lädt das Bürgernetz zu einem Besuch bei Hobbyzüchtern von Schildkröten in Mering. Am 19. Juni lautet das Motto bei der Fahrt zum neu restaurierten Diözesanmuseum am Domberg in Freising „Himmlisches Wiedersehen – Von Ludwig I. zum Blauen Reiter“.
Das Programmheft wird mit einer Auflage von 2000 Stück gedruckt
Im Juli bietet das neue Freizeitprogramm dann wieder einen Einblick vor Ort und es geht zum Meringer Langwiedhof, einem seit sechs Generationen geführten Familienbetrieb mit Erlebnisbauernhof und Biogasanlage. Zum Abschluss des Halbjahresprogramms lädt das Bürgernetz am 17. September nach Dießen am Ammersee, das immer einen Ausflug wert ist.
Bei allen Fahrten sind kundige Führungen eingeplant sowie eine gesellige Einkehr. „Unser abwechslungsreiches Ausflugsprogramm ist der beste Beweis dafür, dass es auch vor unserer Haustüre interessante Ziele zu erkunden gibt“, zeigt sich Hermann Klemmt überzeugt. Er gestaltet nicht nur seit einiger Zeit die halbjährlich erscheinende Freizeitbroschüre, die aufgrund der hohen Nachfrage mittlerweile in einer Auflage von 2000 Stück gedruckt wird. Er kümmert sich auch darum, dass die an den bekannten Stellen wie Banken, Arztpraxen, Apotheken oder Rathaus ausliegenden Hefte immer wieder nachgefüllt werden. „Die Stapel sind schnell verschwunden, denn die Nachfrage nach unserem Freizeitangebot ist enorm“, freut er sich.
Wenn die neue Broschüre erscheint, dass ist es höchste Eisenbahn, sich für die Ausflüge anzumelden. Denn es gibt Stammgäste, die einfach überall mit dabei sind. Dazu gehört Inge Meisnitzer. „Hier komme ich raus und muss nicht selbst fahren. Bei unserem Besuch im Nördlinger Eisenbahnmuseum haben wir sogar anschließend in einem Zugwaggon Kaffee getrunken“, schwärmt die 88-Jährige.
Fahrt ins Studio von Dahoam is dahoam
Die sich immer wieder anders zusammensetzende gesellige Runde schätzt die fitte Dame genauso wie die unterschiedlichen Ziele und Themen. „Ohne das Bürgernetz wären wir Alten in Mering aufgeschmissen“, betont Inge Meisnitzer. Denn auch bei Arztbesuchen von Mering bis Friedberg könne man sich auf das Bürgernetz verlassen. Auch die Fahrten des Seniorenbusses hebt sie lobend hervor, nutzt den wöchentlichen Einkaufsbus und findet die regelmäßigen Badefahrten und auch die Ausflüge in kleinerer Runde mit dem 7-Sitzer-Seniorenbus klasse. „Rudi Herter fährt uns zum monatlichen Montagssingen im Dasinger Bauernmarkt oder zu Konzerten und macht mit uns kleinere Ausflüge“, berichtet sie. „Ich gehe zum wöchentlichen Yoga und zur zweiwöchentlich stattfindenden Strickrunde.“
Auch bei der von Christine Garbade geleiteten Ganztagsgruppe mit Ausflügen und leichteren Wanderungen ist sie mit dabei. Am 27. Mai geht es sogar ins Fernsehstudio in Dachau zu Aufnahmen der beliebten bayerischen Fernsehserie „Dahoam is dahoam“. Jedes Halbjahres-Programm des Bürgernetzes Mering bringt neben Bewährtem neue Höhepunkte und Ideen. Neuerdings wurde sogar ein Neurokinetik-Kurs mit fünf Abenden ins Programm aufgenommen.
Info: Die Mitgliederversammlung des Bürgernetz Mering findet am Freitag, 24. April, um 14 Uhr in der Sozialstation, Lechstr. 7 (Rückgebäude) statt.
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