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Passant hört Hilferufe: Vermisste Frau aus Friedberg wird nach sechs Tagen lebend gefunden

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Passant hört Hilferufe: Vermisste Frau aus Friedberg wird nach sechs Tagen lebend gefunden

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    Die Reiterstaffel aus München half der Polizei in Friedberg bei der Suche nach der vermissten Frau.
    Die Reiterstaffel aus München half der Polizei in Friedberg bei der Suche nach der vermissten Frau. Foto: Julia Schneider

    Die tagelange Suche nach einer vermissten Seniorin aus Friedberg ist beendet. Wie die Polizei Friedberg informiert, wurde die 76-Jährige am Donnerstagmorgen gegen 6.20 Uhr in einem Waldstück beim Heimatshauser Weg/Fuchsloch lebend aufgefunden. Seit 5. Juni wurde intensiv nach der Frau gesucht. Sogar eine Reiterstaffel war im Einsatz.

    Großangelegte Suchaktion rund um Friedberg nach der vermissten Frau

    In den vergangenen Tagen kreiste mehrfach der Polizeihubschrauber über das Gebiet von Friedberg. Zudem waren Beamte zu Fuß, mit dem Fahrrad und mehrere Polizeistreifen unterwegs. Die Polizei tat ihr Möglichstes, um die Vermisste zu finden, informierte Karl Schreiner, Chef der Friedberger Polizeiinspektion. Auch Personensuchhunde waren im Einsatz. „Einmal hat ein Hund angeschlagen, aber leider konnten wir niemanden finden“, erklärte der PI-Leiter.

    Bis Donnerstagmorgen waren auch die Zeugenhinweise nicht erfolgreich. Dann am Donnerstagmorgen gegen 6.20 Uhr die erlösende Nachricht: Die Frau lebt und wurde gefunden. Sie befand sich in einem Waldstück nahe Heimathausen. „Ein Passant hatte Hilferufe im Wald gehört“, sagte Stefan Geißinger von der Friedberger Polizei. Der Mann entdeckte die Frau und meldete sich bei der Polizei. „Wir konnten dann ermitteln, dass es sich bei der Frau um die vermisste 76-Jährige handelt“, schilderte Geißinger. Man sei auch bei der Polizeiinspektion erleichtert darüber, dass der Fall ein glückliches Ende genommen habe.

    Im Rahmen der Suchaktion erklärte Schreiner, wie die Beamten vorgehen: „Wir durchsuchen zuerst das nähere Wohnumfeld, die bekannten Orte, wo die Person sich gerne aufgehalten hat.“ Das können beliebte Treffpunkte oder auch der Friedhof sein. Zudem wurden Feldwege, Waldgebiete, das Gebiet um den Afrasee, den Friedberger See und der Bahndamm abgesucht. Da es sich um ein recht großes und unübersichtliches Areal handelte, sei die Suche sehr aufwendig gewesen. Am Dienstag war die berittene Polizei mit vier Pferden vor Ort.

    Die Frau sei den Umständen entsprechend wohlbehalten angetroffen worden. „Wie sie bei der Witterung überleben konnte und wie sie den Weg von Friedberg dorthin zurückgelegt hat, das bleibt auch uns ein Rätsel“, sagte Geißinger. Die Seniorin befand sich in einem verwirrten und hilflosen Zustand. Sie wird ärztlich betreut.

    Das rät Karl Schreiner von der Polizei in Friedberg

    Karl Schreiner rät Angehörigen von dementen oder chronisch kranken, älteren Menschen, einen Notfallpass auf dem Mobiltelefon zu installieren. „Falls die älteren Menschen ein Handy mit sich führen, ist das eine große Hilfe für die Rettungskräfte.“ Dieser Notfallpass ist ohne Face-ID oder PIN für die Retter einsehbar. Hier kann man neben einem Notfallkontakt auch Angaben zur Wohnadresse oder benötigten Medikamenten machen.

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