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Gospelchor Enjoy begeistert in Mering mit mitreißendem Konzertabend

Mering

Gospelchor Enjoy sorgt für Gänsehautmomente

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    Der Gospelchor Enjoy lud sein Publikum zum Mitsingen ein und die vielen Gäste folgten begeistert.
    Der Gospelchor Enjoy lud sein Publikum zum Mitsingen ein und die vielen Gäste folgten begeistert. Foto: Christine Hornischer

    Wer bis zu diesem Abend in der Mehrzweckhalle nicht genau wusste, wofür Gospels stehen, der bekam vom Gospelchor Enjoy aus Schmiechen eine eindrucksvolle Antwort. Der Raum platzte aus allen Nähten, Stühle wurden hastig herangetragen, das Publikum rückte enger zusammen. Schon beim Einzug des 40-köpfigen Ensembles füllten Bravo-Rufe, Pfiffe und begeistertes Klatschen den Raum.

    Publikum schnippt begeistert mit

    Was folgte, war eine musikalische Reise par excellence: Gospels und Spirituals trafen auf modernen Gospel-Pop, vertraute Melodien erschienen in neuen Gewändern, während zeitlose Klassiker ihre ungebrochene Wirkung entfalteten. Schon beim ersten Lied „Will the circle be unbroken“ klatschten oder schnippten die vielen Besucherinnen und Besucher eifrig mit.

    Moderator Alex führte durch das Programm. Dabei fand er treffende Worte für den Kern der Gospel-Musik: „Gospels beschäftigen sich viel mit dem Tod, aber die Musik versteht es, die Traurigkeit in Freude umzuwandeln.“ Fast nebenbei ließ er ein paar Einblicke in den Chor einfließen – die Sängerinnen und Sänger sind zwischen 26 und 80 Jahre alt, und die Gemeinschaft selbst besteht bereits seit 28 Jahren.

    Für das Publikum blieb es nicht beim Zuhören: Besonders beim „Spiritual Medley“ mit Liedern wie „Amen“, „Michael, row the boat a shore“ oder „He’s got the whole world in his hand“ sang das Publikum aus voller Kehle mit. Chorleiter und Gründer Werner Hövelmanns schien beim Dirigieren mitunter fast abzuheben, so sehr war er in die Musik vertieft. Mit weit ausgreifenden Bewegungen führte er den Chor durch die Stücke, gab Einsätze, formte Dynamik und hielt doch stets diese besondere Leichtigkeit im Raum.

    Gleichzeitig übertrug sich seine Begeisterung unmittelbar auf das Publikum, das ihm und den Sängerinnen und Sängern aufmerksam folgte. Man spürte, wie seine Energie durch den Raum ging, wie sie sich in Blicken, in leisen Bewegungen und schließlich im Applaus widerspiegelte.

    Spenden gehen an das Kinderhospiz in Bad Grönenbach

    Birgit Kainz aus Augsburg, die an diesem Tag ihre Eltern in Mering besucht hatte, zeigte sich sichtlich begeistert: „Ich bin zum ersten Mal hier, das reißt so richtig mit“, sagt sie mit leuchtenden Augen, noch ganz getragen von der Energie des Konzerts. Immer wieder habe sie sich dabei ertappt, im Takt mitzuwippen, die Atmosphäre aufzusaugen, sich von den Stimmen und der Musik mitnehmen zu lassen.

    Doch das Konzert trug noch eine weitere Dimension. Seit Jahren engagiert sich der Chor für das Kinderhospiz St. Nikolaus in Bad Grönenbach im Allgäu. Auch an diesem Abend wurde dieses Anliegen präsent: Der Eintritt war frei, Spenden willkommen.

    Weitere Konzerte sind am 6. Dezember um 18 Uhr und 7. Dezember um 17 Uhr.

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