Seit dem Frühjahr 2015 brüten Weißstörche im Friedberger Ortsteil Bachern, wo sie sich einen Elektromasten der Lechwerke (LEW) ausgesucht hatten. Damals isolierten die LEW nicht nur die Kabel und Schellen am Mast sondern auch die Leitungen zu den Nachbarhäusern. Die damals losen Zweige des ersten Nestes verstärkten die Monteure und sicherten so das Brutgeschehen.
Die erste Brut verlief aber nicht glimpflich, weil die anfänglich drei Küken nicht in ihrer Nistmulde blieben, sondern die Hühner und Enten unter dem Horst interessant fanden. Zwei der jungen Störche stürzten sich schließlich vom Nestrand in den zehn Meter tieferen Hof. Der Hofbesitzer barg die sterbenden Nestlinge und entsorgte sie schließlich. Seitdem gilt er als der Storchenvater von Bachern, auch weil er jede Woche den Unrat der Störche von Fußweg und Straße aufräumt. Dazu Ignaz Mayr: „Des mach i gern für meine Störch!“
Wird der Ausflug der jungen Störche gelingen?
Große Freude kam auf, als man bei der derzeitigen Brut schließlich vier Küken zählte. Der Fotograf traute seinen Augen nicht, als er nach über einer Stunde geduldigen Wartens ein fünftes Küken wahrnahm. Fünflinge im Landkreis Aichach-Friedberg gab es noch nie. Nun ist zu hoffen, dass die Elternstörche genügend Nahrung finden und der Ausflug der jungen Störche gelingt. Schließlich hat der Herbstzug in den Süden Tradition und wird seit langem an den Nachwuchs weiter vererbt. (AZ)
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