1. Kissing steht mit der zu kleinen und sanierungsbedürftigen Grundschule vor einer riesigen Herausforderung: Wie wollen Sie das Problem lösen?
ALS ELTERNBEIRAT WEISS ICH, DASS DIE SCHULE RASCH MEHR PLATZ BRAUCHT. DAHER TREIBEN WIR DIE PLANUNGEN FÜR DEN NEUBAU VORAN, SOFERN DIESER FINANZIERBAR IST. ZUDEM KLÄREN WIR ENDLICH, WIE DAS BESTEHENDE SCHULGEBÄUDE WEITERGENUTZT WIRD: Welche Teile benötigt die Mittelschule (hier finanzieren andere Gemeinden mit)? Was kommt in die übrigen Räume (Einnahmen durch Vermietung)? Was muss saniert werden (Turnhalle)? Müssen Teile abgerissen werden? Und auch hier: Was kostet das alles? Denn im Sinne der Nachhaltigkeit sind Bestandsgebäude – soweit wirtschaftlich sinnvoll – weiterzunutzen.
2. Welches Thema liegt Ihnen besonders am Herzen?
MEIN HERZENSTHEMA IST EINES, BEI DEM KISSING LEIDER KAUM EINFLUSS HAT: Der Lechsteg. Aber ohne die Stadt Augsburg geht hier nichts. Um den Verkehr in Kissing dennoch umweltfreundlicher zu gestalten, setzen wir zusammen mit dem Gemeinderat, der Verwaltung und Kissings Bürger:innen ein Verkehrskonzept auf. Als Sofortmaßnahme wandeln wir die Kirchstraße in eine Fahrradstraße um. Und beim Lechsteg nerve ich die Augsburger.
3. Was wollen Sie für die Jugend in Ihrem Ort tun?
Für Azubis machen wir den ÖPNV mittelfristig kostenlos, damit niemand aufs Auto angewiesen ist. Zudem schaffen wir in Kissing Wohnraum für Singles, Paare und Familien. Auch das Kulturangebot Kissings bauen wir aus.
4. Was brauchen die Senioren?
SENIOR:innen wollen sicher, selbstbestimmt und nicht allein leben. Daher machen wir auch für sie den ÖPNV mittelfristig kostenlos, damit sie am öffentlichen Leben teilhaben können. Aus dem gleichen Grund rüsten wir Gebäude und Wege barrierefrei um. Wo nötig, verbessern wir die Verlässlichkeit von Unterstützungsangeboten im Alltag – vom Fahrdienst bis zur Beratung. Zudem optimieren wir medizinische und pflegerische Betreuungsangebote und schaffen – wo nötig – zusätzlichen Wohnraum.
5. Warum ist es wichtig, wählen zu gehen?
Weil ich noch niemanden getroffen habe, der nicht mindestens ein Thema hat, das ihm in seiner Gemeinde am Herzen liegt. Und dann ist es für mich nur logisch, dass man seine Stimme einer Person oder einer Partei gibt, die dafür sorgt, dass dieses Thema auf die Tagesordnung kommt. Aber was wir an der Demokratie haben, werden wir erst dann merken, wenn wir ihre Freiheiten nicht mehr haben.
6. Wie würden Sie einem Fünfjährigen die Aufgaben eines Bürgermeisters erklären?
Bei Dir daheim kümmern sich die Eltern darum, dass es möglichst allen gut geht und wenn es Probleme gibt, dass die gemeinsam friedlich gelöst werden. Und in einer Stadt macht das der Bürgermeister. Zum Beispiel kümmert er sich darum, dass es Schulen, Kindergärten und Spielplätze gibt oder dass die Straßen im Winter vom Schnee geräumt werden.
7. Was schätzen Sie an Ihrem/Ihren Konkurennt:innen?
Bürgermeister Gürtner hat das Herz am richtigen Fleck. Frau Kneißls Einsatz für ausgesetzte Tiere ist bewundernswert.
PROTOKOLL: Gönül Frey
Marcus Kaiser
- Alter: 49 Jahre
- Aufgewachsen im Chiemgau
- Familienstand: Verheiratet
- Kinder: 2
- Ausbildung und Beruf: Promotion; IT-Projektleiter
- Hobbys: Fußball, Lesen, Ahnenforschung
- Was würden Sie gerne besser können? Instrument spielen
- Ehrenämter: Grundschule Kissing: Elternbeirat, Klassenelternsprecher, Schulweghelfer (vergangenes Schuljahr), Sprecher Ortsverband Kissing von Bündnis 90/Die GRÜNEN
Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.
AnmeldenSie haben noch kein Konto? Kostenfrei registrieren