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Mering: Das Meringer Dachtheater bringt "Die Ritter der Kokosnuss" auf die Bühne

Mering

Das Meringer Dachtheater bringt "Die Ritter der Kokosnuss" auf die Bühne

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    Der schwarze Ritter verliert im Kampf mit König Artus beide Arme und Beine, eine Herausforderung für das Team von der Maske.
    Der schwarze Ritter verliert im Kampf mit König Artus beide Arme und Beine, eine Herausforderung für das Team von der Maske. Foto: Heike John

    Wer Lust hat, mal wieder richtig aus vollem Halse zu lachen und derben Humor mag, der kommt im aktuellen Stück des Neuen Theaters Mering (NTM) auf jeden Fall auf seine Kosten. Mit der Aufführung von "Spamalot – die Ritter der Kokosnuss" erweist die Erwachsenengruppe der legendären britischen Comedy-Truppe Monty Python ihre Reverenz. In den Augen des Premierenpublikums im zweimal fast ausverkauften Dachtheater gelingt dies der Truppe um die beiden Regisseure Markus Schwab und Pedro Kopfmüller hervorragend. 

    Dramatische Deppen suchen den Heiligen Gral

    Kein Zweifel, die äußerst eigenwillige Version der Artussage und Gralssuche stellt die 14 Schauspielerinnen und Schauspieler vor eine Herausforderung. Diese scheint ihnen aber unglaublich Spaß zu machen. Schon wenn zum Auftakt Markus Schwab als König Artus auf seinem imaginären Pferd über die Bühne reitet und das Hufgeklapper mit aufeinanderschlagenden Kokosnusshälften erzeugt wird, macht sich ein Grinsen im Publikum breit. Dieses weitet sich im Laufe der Vorstellung aus zu großem Gelächter, weil die vornehmsten Ritter Britanniens auf der Suche nach dem Gral in köstlicher Manier als dramatische Deppen agieren. 

    Von vorn, von hinten, von beiden Seiten und von oben die Treppe herunter kommen die Akteure auf die Bühne, wo sie bis zu fünf verschiedene Rollen verkörpern. Da heißt es schnell sein, sowohl beim Wechsel in die vielen Kostüme vom Wachsoldaten bis zum pelzbehangenen Waldgeist von Ni, als auch beim ständigen Umbau der Kulissen. Bei einigen Szenen, wie etwa dem fliegenden Teppich, muss das Bühnenteam tief in die Trickkiste greifen oder Ideen für eine einfache Umsetzung parat haben, beispielsweise wenn von "Gott" nur hängende Füße an einer Leinwand zu sehen sind.

    Theater in Mering: Die Fee sorgt für ein Happy End

    Sitzen muss jeder Handgriff, aber auch der Text, denn der Klamauk lebt auch von Wortspielen. Mit frechem Witz wird die Legende um den Heiligen Gral parodiert. Nur weil Gott der Allmächtige seinen Becher verbummelt hat, müssen sich die Ritter von der Tafelrunde auf die Suche nach der verschollenen Kaffeetasse machen. Kleine Einlage am zweiten Aufführungsabend: Ausgerechnet unter dem Stuhl des Bürgermeisters in der ersten Reihe findet sich dann der "Pokal vom letzten Abendmahl". Für den Gag, der ihn letztendlich zum gemeinsamen Ritterfoto auf die Bühne bringt, lässt sich Florian Mayer auch gerne als "ärmlicher Pöbel" betiteln. Für ein Happy End mit König Artus sorgt die "Fee aus dem See". Obwohl in durchaus leuchtender Rolle auf der Bühne, wird sie zwischendurch als blonde Tümpeltussi verschrien. Dass Ingrid Martin in ihrer Rolle hervorragend einen Spötter mit französischem Akzent geben kann, überrascht nicht. 

    Simon Mächtle als lieblich singender Prinz Herbert, der im hohen Turm eingesperrt ist.
    Simon Mächtle als lieblich singender Prinz Herbert, der im hohen Turm eingesperrt ist. Foto: Heike John

    Die Bühnenpräsenz des jungen Simon Mächtle, bis vor Kurzem noch bei den Neons, allerdings schon. Als singender Herbert, der lieber eine liebliche Prinzessin wäre, schlüpft er in eine Paraderolle. Nicht nur wegen der heftig fluchenden Franzosen wird das Stück nicht für Kinder empfohlen. Die skurrilen Szenen des Komikklassikers sind jedoch für eine fünfköpfige Gruppe 17-Jähriger im Publikum das Höchste. "Wir sind riesige Fans von Monty Python und waren vor allem neugierig, wie es umgesetzt wird, wenn der schwarze Ritter im Schwertkampf beide Arme und Beine verliert. Das war mega gut gemacht und alles sehr nah am Film", lobten sie. 

    Aufführungstermine: Das nächste Wochenende bietet noch dreimal die Gelegenheit, den kruden Kokosnuss-Klamauk im Neuen Theater Mering zu sehen. Karten für Aufführungen am Freitag, 24. März, um 20 Uhr, Samstag, 25. März, um 20 Uhr sowie Sonntag, 26. März, um 19 Uhr können über die Homepage des NTM www.neues-theater-mering.de reserviert werden. Eine Ticketverkaufsstelle ist zudem bei M-Style Friseur & Barbier in der Münchener Straße 31 in Mering. Restkarten sind auch an der Abendkasse erhältlich. 

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