Die ersten Auswirkungen der Neugestaltung des Meringer Ortszentrums bekommen die Bürgerinnen und Bürger bereits jetzt zu spüren. Weil die Gasleitung dringend saniert werden muss, ist derzeit der Verkehrsbereich um den Marktplatz gesperrt. Doch das ist nur ein Vorgeschmack auf das, was ab Frühjahr 2024 in der Meringer Mitte ansteht. Denn dann soll der Verkehrsraum rund um den Marktplatz neugestaltet werden. Dieses Konzept wurde bereits mehrfach dem Marktgemeinderat vorgestellt, bei der Bürgerversammlung am Mittwochabend ging Planerin Theresa Finkel vom Planungsbüro Toponauten ins Detail. Sie stellte das bunte Natursteinpflaster vor.
Finkel erklärte, dass ein Kernstück der Planung ein Trinkwasserbrunnen sei, dessen Ablauf in eine sogenannte Barfußrinne geht und damit Wasser hautnah erlebbar macht. Zudem erläuterte sie die verschiedenen Sitzbänke und Stühle, erklärte, dass heimische Gehölze, wie die blühende Vogelkirsche ohne Frucht, Zürgelbaum, Grauerle und Blumeneiche, gepflanzt werden sollten. Der Bauablauf wird in fünf Bauabschnitte eingeteilt. Gestartet wird ab dem Gebäude des ehemaligen Modehauses Seiler und endet im Bereich der Metzgerei Reich. "Wir bemühen uns, die Geschäftswelt miteinzubeziehen", erklärte Finkel. Bürgermeister Florian Mayer versicherte, dass es Gespräche mit den Gewerbetreibenden im Ortszentrum gegeben habe und sie über den Ablauf informiert worden seien.
Glasfaserausbau soll in Mering wieder auf Touren kommen
Man versuche den Ausbau so zu organisieren, dass auch Sparten wie Kanal oder Glasfaser miteinbezogen werden. Der Glasfaserausbau im gesamten Ortsgebiet wird durch die Bayernwerke vorgenommen. Insgesamt werden 130 Kilometer Glasfaser verlegt. Der Ausbau komme voran. "Es gab Probleme mit den am Ausbau beteiligten Firmen, aber hier sind die Bayernwerke im Gespräch, und schon bald sollen die Bauarbeiten wieder auf vollen Touren laufen", versprach Mayer.
Viel investiert hat die Marktgemeinde in die Sportanlagen. So wurde nach vielen Jahren die Freisportanlage im Oktober eingeweiht, nach Abzug der Fördermittel von Freistaat, Bund und Landkreis muss die Marktgemeinde dafür 385.000 Euro investieren. Im gleichen Zug wurde auch die Tribüne an der Freisportanlage saniert. Insgesamt fielen Kosten in Höhe von 31.000 Euro an. Auch der Sportplatz an der Grundschule an der Luitpoldstraße wurde für über 130.000 Euro erneuert. Momentan noch im Bau befindet sich das Sportheim, das Anfang kommenden Jahres fertig sein soll und das die Marktgemeinde etwa vier Millionen Euro kosten wird. Ein Projekt, das nach einer Idee in der Bürgerversammlung 2022 in Angriff genommen werden soll, ist ein DFB-Minispielfeld. "Hier kam letztes Jahr die Bitte in der Bürgerversammlung, dass die Kinder wieder einen Bolzplatz brauchen, nachdem dieser für den Hort 2 am Schulzentrum aufgegeben wurde", erläuterte Mayer. Und so fand sich nach längerer Beratung ein Platz am Paarangerweg. Die Kommune schätzt die Kosten für das Minifußballfeld auf etwa 265.000 Euro.
Ebenfalls unter den Bereich Freizeiteinrichtungen fällt das Freibad. Für 163.000 Euro wurde die Folie des Schwimmbeckens erneuert. "Leider mussten wir das Bad zum Saisonende vorzeitig schließen, weil es eine Absenkung im Beckenbereich gegeben hatte", erklärte Mayer. Es werde derzeit mit einem speziellen Röntgenverfahren untersucht, wo die Schäden genau liegen und ob das Unwetter im August die Ursache dafür ist. Mayer informierte, dass die Preise für die Tageskarte Kind von einem auf zwei Euro und für Erwachsene von zwei auf vier Euro stiegen. Die Saisonkarten kosten nun für Kinder 20 und für Erwachsene 40 Euro. "Ich hoffe, dass wir die Schäden rechtzeitig zum Beginn der neuen Badesaison beheben können."
Viel Geld fließt in Mering in die Kinderbetreuung
Der Hort an der Klostergasse ist seit Dezember 2022 in den neuen Räumen und läuft seit diesem Schuljahr nicht mehr unter der Trägerschaft der Arbeiterwohlfahrt, sondern der Johanniter. Der Neubau kostete die Kommune vier Millionen Euro. Weitaus teurer wird der Neubau für den Hort an der Ambérieustraße. "Hier zeigt sich, dass es nicht gut war, dieses Vorhaben zu verschieben", erklärte Mayer. Damals wollte man Kosten sparen, doch durch die Preisexplosion im Bauwesen wird mit geschätzten Kosten in Höhe von fast acht Millionen Euro gerechnet. Die Förderzusagen beziehen diese Kostensteigerung aber nicht mit ein, sodass der Eigenanteil der Marktgemeinde bei 5,2 Millionen Euro liegen wird. "Damit ist also die Zusage von 70 Prozent Förderung so nicht gegeben", erklärte Mayer. Weitere Millionen fließen in den Neubau der Kindertagesstätten. Für den Mühlanger sind das etwa 6,2 Millionen Euro, und für den Ersatzneubau in St. Afra liegen noch keine Kostenschätzungen vor.
Nicht nur für die Kinderbetreuung engagiert sich die Marktgemeinde. Für die Seniorenarbeit soll eine Quartiersmanagerin oder ein Quartiersmanager eingestellt werden, um die Ehrenamtlichen zu unterstützen. Für viele Meringerinnen und Meringer unsichtbar sind die Investitionen in die Wasser- und Abwasserversorgung. Fast 700.000 Euro werden für die Sanierung des Kanalnetzes am Liebigring und am Bahnhofring fällig. Im Bereich der Bauleitplanung stellte Mayer unter anderem eine mögliche Erweiterung des Gewerbeparks sowie den Bebauungsplan nördlich der Augsburger Straße vor, der ebenfalls realisiert werden soll.