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Mering: Neues Stück mit Hühnern: Bei den NTM Kids fliegen die Federn

Mering

Neues Stück mit Hühnern: Bei den NTM Kids fliegen die Federn

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    Mitten in den Proben für ihr neues Stück stecken die NTM Kids.
    Mitten in den Proben für ihr neues Stück stecken die NTM Kids. Foto: Heike John

    Kinderstücke gehen immer gut. Das weiß man aus langjähriger Erfahrung auch beim Neuen Theater Mering (NTM). Nun ist Eile geboten, um noch Karten für „Die Opodeldoks“ zu bekommen. Am 18. November bringen die jüngsten Theaterspielerinnen und -spieler, die NTM Kids, ein weiteres Stück des Autors Paul Maar und des langjährigen Drehbuchautors der Augsburger Puppenkiste Sepp Strubel auf die Bühne. 

    Meringer NTM Kids feilen an neuem Stück

    Der kleine Deldok, der mit seiner Familie im Grasland lebt, will herausfinden, was es hinter den Bergen, die seine Heimat umgeben, zu entdecken gibt. Die Antwort der erwachsenen Opodeldoks, dass es jenseits der Berge nichts gebe, kann ihn nicht überzeugen. Zusammen mit der Henne Helene macht er sich auf eine abenteuerliche Entdeckungsreise im Waldland. 

    Ein Blick hinter die Kulissen im Dachtheater der Schlossmühle zeigt, wie bereits Fünfjährige für die „Bretter, die die Welt bedeuten“ begeistert werden können. Genügend Erfahrung mit den Jüngsten hat Simone Seitz, die bereits 2008 das erste Kinderstück inszenierte. 2013, als die Jungschauspieler langsam ins Jugendlichenalter kamen, wurde die Kindergruppe geteilt und es gab fortan die NTM Kids und für die Älteren die Neons. Simone Seitz übernahm damals die Älteren und wechselt nun nach zehn Jahren wieder zurück. Denn inzwischen haben auch ihre beiden Töchter, die sechsjährige Magdalena und die dreijährige Katharina, Lust auf der Bühne zu stehen „Meine Große hat ihre Sätze als Huhn Henriette schnell gelernt“, freut sich die stolze Mama. „Katharina ist mit ihren drei Jahren natürlich noch etwas zu klein, aber hüpft als Küken mit.“

    Warum sich die Meringer für das Stück entschieden

    Fünf bis 13 Jahre alt sind die Darstellerinnen und Darsteller der 18-köpfigen Kindergruppe. Als Grundschullehrerin weiß Simone Seitz, was sie ihrer Truppe ab welchem Alter abverlangen kann. „Die Kleineren haben noch ein Problem mit dem Stillsitzen und wer bisher nicht lesen kann, muss seine Rolle mit den Eltern üben.“ Die neunjährige Johanna, die als Silberdeldok eine tragende Rolle spielt, ist da schon ganz selbstständig „Erst habe ich den Text gelesen, dann mit den Händen abgedeckt und auswendig nachgesprochen“, erklärt sie. Die Opodeldoks ist ein weniger bekanntes Stück von Paul Maar und wurde von der Puppenkiste nur verfilmt, aber nicht auf die Bühne gebracht, erzählt Simone Seitz. 

    Als im Kindergarten ihrer Tochter das Buch gelesen wurde und die kleine Magdalena davon schwärmte, recherchierte sie zu dem Stück. Zusammen mit Arne Redl, der im NTM zusammen mit drei weiteren Mitgliedern für die Technik zuständig ist, besuchte sie die Puppenkiste und tauschte sich dort mit Michael Marschall aus. „Der Stoff mit Themen wie über den eigenen Horizont hinausschauen oder der Kampf einer Gemeinschaft gegen Umweltzerstörung ist natürlich aktueller denn je“, betont Simone Seitz. Für das Ensemble mit seiner großen Anzahl von Spielerinnen und -spielern ist das Stück ebenfalls ideal, weil es auch viele kleinere und nicht zu textlastige Rollen bietet. 

    Jede Woche proben die Meringer NTM Kids

    Und weil das NTM gerne seinen eigenen Nachwuchs heranzieht, hat im aktuellen Stück auch eine 13-Jährige die Chance, in die Regiearbeit hineinzuschnuppern. „Ich wollte nicht mehr mitspielen, aber trotzdem dabei sein und so bot mir Simone an, als Co-Regisseurin an ihrer Seite zu sein“, freut sich Theresa Weighardt. Mit dem Skript in der Hand übernimmt sie auch mal schnell die Rollen von Schauspielerinnen oder Schauspielern, die bei einer Probe gerade nicht dabei sind. „Es ist wirklich nicht einfach, die Kinder in ihrem Schulalltag und mit ihren vielfältigen Hobbys zeitlich alle unter einer Hut zu bekommen. Das geht tatsächlich nur am Sonntagvormittag“, berichtet Simone Seitz. Seit Schulbeginn wird jede Woche geprobt. 

    Seitz ist froh, dass sich Thilo Paulin federführend um das Bühnenbild mit Höhle, Bäumen und Bergkulisse kümmerte. Gemeinsam mit dem achtköpfigen Team schaffte er es, noch vor Beginn der Proben alles fertigzustellen. „Das ist bei einem Stück mit Kindern wichtig, denn sie können nicht so gut improvisieren.“ Für die Kostüme setzte sei sich selbst an die Nähmaschine und kleidete Hühner und Küken ein. Da fliegen schon mal einzelne Federn, wenn bei der Probe alle auf der Bühne agieren. Filzmasken machen im Nu aus den kleinen Mädels gackernde Hühner und Küken. „Das ist bei Kindern besser als aufwendige Schminke und geht beim Rollenwechsel auch schneller“, weiß die erfahrene Regisseurin. 

    Trotzdem hat Britta Meier mit ihrem Maskenteam noch genügend Gesichter zu verwandeln. Es gibt ja auch noch die Deldoks und dazu kommen die „Hupfkisten“ mit Spiralhaarrreif im Haar, im Buch von Paul Maar sind es Roboter. Die Aufführung dauert ungefähr eine Stunde und wird ohne Pause gespielt. Bereits die Kleinsten sind als Zuschauerinnen und Zuschauer willkommen, wenn sie für eine Stunde stillsitzen können.

    Info: Es gibt vier Aufführungen jeweils am Samstag und Sonntag, 18.11. und 19.11. sowie 25.11. und 26.11 um 16 Uhr. Karten für 6 Euro oder ermäßigt 4 Euro gibt es online über die Homepage www.neues-theater-mering.de oder vor Ort bei M-Style Friseur & Barbier in der Münchener Straße 31 in Mering. Das NTM Dachtheater befindet sich in der Schlossmühle, Bouttevillestraße 23 im 4. Stock. Ein Aufzug ist vorhanden.

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