Mering wächst, neue Wohngebiete sind aber knapp, wo sehen Sie Entwicklungspotenzial für die Marktgemeinde?
WICHTIG IST MIR, DASS MERING SICH NICHT NUR IN DER FLÄCHE AUSWEITET, SONDERN QUALITATIV WEITERENTWICKELT: als attraktiver Ort zum Leben und Arbeiten. Wir wissen, dass wir etwas ändern müssen: in der Mobilität, bei der Energieversorgung, in der Kinderbetreuung. Diese Veränderungen sind auch Chancen, es zukünftig besser zu machen. Besonders bei der Kinderbetreuung sehe ich Potenzial: Wir sollten unser Konzept so flexibel gestalten, dass wir besser auf Schwankungen reagieren können.
Welches Thema liegt Ihnen besonders am Herzen?
Ich wünsche mir eine ambitioniertere Wirtschaftspolitik für Mering, die Gewerbeentwicklung systematisch angeht und sich auf besonders geeignete Branchen konzentriert. Ein Gründerzentrum kann da viel effektiver sein, als ein weitläufiger Gewerbepark, der viel Fläche kostet, die wir für den Hochwasserschutz dringend brauchen. Zudem haben wir großen Nachholbedarf bei erneuerbaren Energien – wenn wir hier als Gemeinde klug investieren, profitieren wir wirtschaftlich und leisten gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.
Was wollen Sie für die Jugend in Ihrem Ort tun?
ALS MUTTER VON DREI KINDERN WEISS ICH: Mering bietet unheimlich viel, gerade im Sport und Vereinsleben. Dieses Angebot muss unterstützt und gestärkt werden. Ich möchte, dass Kinder und Jugendliche sich möglichst selbstständig in Mering bewegen können – dafür braucht es Radwege und bessere Querungshilfen. Wichtig ist auch, die offene Jugendarbeit zu stärken, damit keine Kinder und Jugendlichen auf der Strecke bleiben. Hier zu kürzen, wie zuletzt auf Kreisebene passiert, halte ich für falsch.
Was brauchen die Senioren?
Die meisten Menschen wünschen sich ein eigenständiges, selbstbestimmtes Leben im Alter. Dafür braucht es Barrierefreiheit, zentrumsnahen altersgerechten Wohnraum und soziale Begegnungsorte, die Teilhabe ermöglichen. Entscheidend ist auch die Mobilität ohne Auto – ein bedarfsorientierter Citybus wäre eine sinnvolle Lösung für alle Generationen.
Warum ist es wichtig, wählen zu gehen?
WER WÄHLT, MACHT NICHT NUR IRGENDEIN KREUZ, SONDERN GESTALTET MERING MIT. DAS IST NICHT NUR EIN PRIVILEG, SONDERN AUCH EINE AUFGABE. ENTSCHEIDEND IST DIE FRAGE: Was wünsche ich mir für die Zukunft? Mit diesem Grundgedanken trifft man die beste Wahlentscheidung.
Wie würden Sie einem Fünfjährigen die Aufgaben eines Bürgermeisters erklären?
EINE BÜRGERMEISTERIN KÜMMERT SICH MIT EINEM GROSSEN TEAM DARUM, DASS ALLE MENSCHEN IN MERING GUT LEBEN KÖNNEN: z. B. dass alle Kinder in einen schönen Kindergarten gehen können, dass es Spielplätze gibt und vieles mehr. Das ist viel Arbeit und klappt nur, wenn alle gut zusammenarbeiten.
Was schätzen Sie an Ihren Konkurrenten?
Beide sind erfahrene Kommunalpolitiker. Ich bin eher der „frische Wind“. Zusammen bildet das eine gute Grundlage, um künftig um die besten Ideen für Mering zu ringen. Unser Umgang ist immer offen und respektvoll.
Laura Matthes
- Alter: 41 Jahre
- Aufgewachsen: in Baesweiler im Kreis Aachen
- Familienstand: verheiratet
- Kinder: 3 Töchter
- Ausbildung und Beruf: aufgewachsen im elterlichen Sportfachhandel, Studium zur Textilökonomin (M.Sc.), nun als Bedarfsplanerin in der Bekleidungsbranche tätig
- Hobbys: Laufen, Wandern, Skifahren, Klavierspielen
- Was würden Sie gerne besser können? Vieles! Klavierspielen zum Beispiel.
- Ehrenämter: Ortssprecherin Grüne Mering, Kindergottesdienst in der Pfarrei St. Michael
Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.
AnmeldenSie haben noch kein Konto? Kostenfrei registrieren