„Es geht weiter“, so verkündete der Meringer Frauenbund die frohe Nachricht nach seiner Mitgliederversammlung Anfang April. Davor war zu befürchten, dass der Zweigverein des Katholischen Deutschen Frauenbunds (KDFB) im 105. Jahr seines Bestehens aufgelöst werden müsste. Denn als Anneliese Herter Ende vergangenen Jahres nach zwölfjähriger Vorstandstätigkeit sagte, dass sie und das gesamte Team aus alters- und gesundheitlichen Gründen nicht mehr neu kandidieren würden, war zunächst keine Nachfolge in Sicht. Doch dann kam die Rettung.
„Abstimmung über die Auflösung des Vereins bei Nichtzustandekommen eines neuen Teams“ lautete ein Punkt in der Tagesordnung bei der Mitgliederversammlung. Dank der Initiative einiger Frauen formierte sich überraschend ein neues Vorstandsteam, das den Frauenbund mit vereinten Kräften als lebendige Gruppe weiterführen will. Mering kann also in Zukunft mit sozialem, gesellschaftspolitischem und kirchlichem Engagement aus den Reihen des Frauenbunds rechnen.
Das ist das neue Team des Frauenbunds
Erste Ansprechpartnerin ist Beate Miserre, die den Zweigverein bei den Delegiertenversammlungen vertritt. Dazu kommen Walburga Zanini als Schatzmeisterin, Ursula Kloepfer als Schriftführerin und Elisabeth Wiedemann, die sich um die Öffentlichkeitsarbeit kümmert. Auch Anneliese Herter ist mit Aufgabenbereichen wie der Erwachsenenbildung und als Vertreterin der Eltern-Kind-Gruppen sowie der Landfrauenvereinigung noch im erweiterten Vorstandsteam dabei. Mit Sieglinde Brunnhuber und Josefine Siegel als Kassenprüferinnen bleiben zwei langjährige, engagierte Mitglieder dem erweiterten Vorstand erhalten. „Wir sind froh um diese Erfahrung und können so die bewährte Arbeit des Meringer Frauenbunds fortführen“, betont Beate Miserre. Durch ihre Mitgliedschaft bei der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) lernte sie die Verbandsarbeit zu schätzen. „Man kann mit Engagement richtig was bewegen.“
Die Mitglieder sind zwischen 40 und 100 Jahre alt
Der Frauenbund sei eine wichtige Plattform für Frauen in der Gesellschaft. Die 61-Jährige, die in der Altenpflege und Seniorenbetreuung tätig ist, will mit ihrem Engagement mithelfen, die Solidarität und Gemeinschaft für Frauen jeglichen Alters zu stärken. „Bei uns sind Frauen aller Konfessionen willkommen.“ Das fünfköpfige Team bringe aufgrund unterschiedlicher beruflicher Erfahrung eine gute Mischung an Kompetenzen mit, zeigt sich Anneliese Herter begeistert.
120 Mitglieder im Alter von Mitte 40 bis 100 Jahren gehören derzeit dem Verein an. Durch die Eltern-Kind-Gruppen, derzeit vier unter dem Dach des Meringer Frauenbunds, wird versucht, junge Frauen für den Verein zu begeistern. Zum Vereinsleben gehören die monatlichen Treffen mit Vorträgen, jahreszeitliche Angebote wie Fasching, Maiandachten, Muttertags- und Adventsfeiern oder auch das Binden der Kräuterbuschen, die jedes Jahr zugunsten der Ambulanten verkauft werden. Wieviel ehrenamtliches Engagement aufgebracht wird, zeigt auch das hohe Spendenaufkommen. Im vergangenen Jahr waren es rund 6000 Euro, die der Meringer Tafel, dem Bunten Kreis, der Kartei der Not, der Stiftung für Mering und den Kindergärten zugutekamen. Und dabei reicht der Einsatz des Frauenbunds weit über die gerne zitierte Kuchenbäckerei hinaus.
Im Auftrag der Aktion Hoffnung wird seit Jahren der Faschingsflohmarkt durchgeführt, der ökumenische Weltgebetstag der Frauen mitorganisiert und auch Pfarrfest, ZukunftsMarkt, Spielefest oder Einkaufsnacht können immer mit der Mitwirkung von Frauenbundseite rechnen. Seit Jahren gibt es laufende Kurse in Gedächtnistraining. Dank des altbewährten Unterstützerteams aus den Reihen der aktiven Mitglieder kann die neue Vereinsspitze darauf vertrauen, dass die Fahnenabordnung nach wie vor bei festlichen Anlässen zur Stelle ist. Auch die Zeitschriftenausträgerinnen verteilen wie bisher das Mitgliedsheft. Und die Senioreninnen und Senioren im Altenheim St. Theresia können sich weiterhin über den Besuchsdienst freuen.
Stolz ist man im Meringer Zweigverein, der im November 1921 gegründet wurde, auf das Vermächtnis der langjährigen Landessekretärin des Frauenbunds Maria Zettler, einer Meringerin. Im vergangenen Jahr gab es anlässlich ihres 75. Todestages eine feierliche Kranzniederlegung auf dem Alten Friedhof. Ihr Leben und Wirken prägen den Verband bis heute. In ihrem Ausspruch „Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit, sondern eine Aufgabe“ sieht auch das neue Vorstandsteam eine Verpflichtung. „Wir möchten Altbewährtes fortführen, frauenspezifische Themen noch mehr in den Blick nehmen und unseren Fokus künftig auch auf junge Familien legen..
Termine: Die nächsten Termine im Kalender des Frauenbunds sind die Muttertagsfeier am 13. Mai, die Maiandachten sowie das Frauenfeuer am 23. Juni im Lippgarten.
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