Als der Sohn von Melanie vor drei Jahren nicht mehr zur Schule gehen konnte, sich zurückzog und immer häufiger weinte, begann für die Familie eine Zeit voller Angst, Schuldgefühle und Hilflosigkeit. „Ich habe lange gedacht, ich hätte etwas falsch gemacht“, sagt Melanie heute. Vor allem habe sie gedacht, mit diesem Problem allein zu sein. Erst nach Monaten bekam ihr Kind die Diagnose Depression. Es folgten Arzttermine, Therapiewartelisten und viele schlaflose Nächte. Freunde zogen sich zurück, gut gemeinte Ratschläge verletzten mehr, als dass sie halfen.
Friedberg
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