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Repair-Café Kissing startet und fördert Nachhaltigkeit und Gemeinsinn

Kissing

Repaircafé startet in Kissing

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    Haushaltsgeräte reparieren statt wegwerfen: Das ist das Ziel der Repair-Cafés, wie es schon einige im Landkreis gibt. Erstmals findet nun auch eines in Kissing statt.
    Haushaltsgeräte reparieren statt wegwerfen: Das ist das Ziel der Repair-Cafés, wie es schon einige im Landkreis gibt. Erstmals findet nun auch eines in Kissing statt. Foto: Florian Schuh/dpa-tmn

    Kaputte CD-Player, defekte Wasserkocher: in vielen Haushalten sammeln sich nicht mehr funktionierende Geräte. Oft ist eine Neuanschaffung einfacher, als jemanden zu finden, der die Gegenstände repariert. Als begehrte Anlaufstelle haben sich die Repaircafés entwickelt. Ein solches Angebot soll nun auch neu in Kissing entstehen. Auf Initiative der Grünen startet am Samstag, 13. Juni, dort erstmals ein Repair-Café unter dem Motto reparieren statt wegwerfen.

    Das Projekt befindet sich laut der Kissinger Grünen derzeit noch im Aufbau. Deshalb hofft das Organisationsteam besonders auf Menschen, die Interesse haben, künftig selbst mitzuhelfen und ihr technisches oder handwerkliches Wissen einzubringen. Gleichzeitig können Besucherinnen und Besucher auch defekte Gegenstände zur Reparatur mitbringen.

    Zum Auftakt sollen zunächst vor allem Niederspannungs- und Kleingeräte gemeinsam repariert werden. Auch Fahrradreparaturen könnten künftig Teil des Angebots werden. Die Veranstaltung findet im Sozialkaufhaus Kissing, Münchner Straße 23 statt. Der geplante Ablauf sieht einen Start um 9 Uhr vor. In den ersten zwei Stunden werden Geräte angenommen, anschließend ist gemeinsame Reparaturzeit vorgesehen.

    Repaircafé Kissing: Menschen mit Reparaturerfahrung gesucht

    Ein Repaircafé funktioniert nach dem Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe: Freiwillige unterstützen Besucher dabei, defekte Alltagsgegenstände wieder funktionsfähig zu machen. Neben dem Nachhaltigkeitsgedanken steht dabei auch der Austausch zwischen Menschen im Mittelpunkt.

    „Viele Dinge werden heute schnell entsorgt, obwohl oft nur kleine Defekte vorliegen“, so die Initiatoren. Mit dem Repaircafé wolle man Ressourcen schonen, Müll vermeiden und gleichzeitig praktisches Wissen weitergeben. Willkommen sind sowohl Menschen mit Reparaturerfahrung als auch Interessierte, die einfach einmal vorbeischauen möchten.

    Bereits gut etabliert hat sich das Repaircafè im Nachbarort Mering, das mehrmals im Jahr stattfindet. Dort wird das Angebot von der Unabhängigen Wählergemeinschaft im Ort organisiert. Das Team an Tüftlern ist ausgesprochen erfolgreich. Zuletzt konnten dort 64 Prozent der abgelieferten Geräte sofort repariert werden, teils mussten noch Ersatzteile geordert werden und nur sieben Prozent der defekten Gegenstände konnten gar nicht mehr in Ordnung gebracht werden. Für noch mehr Nachhaltigkeit findet ergänzend eine Kleidertauschbörse statt.

    In Friedberg organisiert das Bürgernetz regelmäßig ein Repaircafé im Lokschuppen. Zuletzt fand eines am 7. Mai statt. Erstmals wurde dabei auch ein Nähservice angeboten. (AZ)

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