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Ried: Kindergartengebühren in Ried werden erhöht

Ried

Kindergartengebühren in Ried werden erhöht

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    Der Rieder Gemeinderat hat sich auf höhere Kindergartengebühren geeinigt.
    Der Rieder Gemeinderat hat sich auf höhere Kindergartengebühren geeinigt. Foto: Silvio Wyszengrad

    Die Kita-Gebühren in der Gemeinde Ried werden erhöht. Das beschlossen die Rieder Gemeinderätinnen und -räte einstimmig. Geschäftsleiter Andreas Sausenthaler legte dar, dass der Elternanteil nach dem Abzug der staatlichen Förderung nur 4,5 Prozent der Gesamtausgaben in den Kindergärten decke. „Wir haben uns mit den Elternbeiräten zusammengesetzt“, sagte Sausenthaler in der aktuellen Sitzung. „Dabei haben wir uns auf eine Staffelung über zwei Jahre hinweg geeinigt.“

    Im ersten Schritt müssen Familien für ihr Kind im Kindergarten zum September 2024 pro Stunde rund 13 Euro beim Kindergarten mehr zahlen, bei der Krippe 24. Das bedeutet beispielsweise bei der Basis-Buchungskategorie von drei bis vier Stunden eine Erhöhung von 85 Euro auf 110 Euro. Bei der Kinderkrippe erhöht sich der Beitrag von 170 Euro auf 200 Euro. Zum September 2025 werden die Preise im Kindergarten nochmal um 15 Euro, in der Kinderkrippe um 24 Euro erhöht. Das bedeutet für den Kindergarten eine Erhöhung von 110 Euro auf 125 Euro, für die Kinderkrippe eine Erhöhung von 200 Euro auf 220 Euro.

    Das Defizit stegt „exorbitant“

    Auch fällt die 11-Monartsregelung weg, wonach der August kostenfrei war. „Diese Regelung ist äußerst unüblich und nicht mehr zeitgemäß, da auch im August eine Kinderbetreuung angeboten wird“, sagte der Geschäftsleiter. Nach Berechnungen der Rieder Verwaltung besteht im Kindergarten Baindlkirch ein Defizit von 191.834 Euro, im Kinderhaus Ried ein Defizit von 521.802 Euro. Zusammen ergibt das ein dickes Minus von 713. 636 Euro. „Dieser Anstieg ist exorbitant“, machte Sausenthaler die Lage klar. Weder die staatlichen Zuschüsse noch die Betreuungsgebühren könnten die enormen Ausgabensteigerungen, insbesondere Personalkosten und laufende Betriebskosten (Strom, Heizung, Reinigung, EDV) abfangen.

    Die Kinderbetreuung sei zwar als eine sogenannte gesamtgesellschaftliche Aufgabe niemals kostendeckend zu kalkulieren, doch erscheine der aktuelle Elternanteil durchaus gering, so der Verwaltungsleiter. Das Kiga-Defizit habe sich seit 2020 mit 410.606 Euro bis 2023 mit 713.636 Euro um 74 Prozent enorm erhöht. Die Tendenz sei weiter steigend. Tagesaktuell berichtete Sausenthaler sogar von 93 Prozent bis 2024 – der Geschäftsleiter hatte vor der Gemeinderatssitzung noch die neuen Zahlen eruiert. „Auch wenn wir nun die Elterngebühren erhöhen, die Ausgabensteigerung können sie gar nicht auffangen“, sagte er.

    Froh zeigte sich auch Bürgermeister Erwin Gerstlacher über die Akzeptanz des Elternbeirates. „Auf deren Vorschlag staffeln wir die Erhöhung der Gebühren auf zwei Jahre“, sagte er. Auch habe Ried dabei „sehr wohl über den Tellerrand“ geblickt, man sei vergleichsweise immer noch moderat, wusste Sausenthaler.

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