Der Schaukasten am Rathaus gilt vielen inzwischen als Relikt aus einer anderen Zeit. Dennoch beschäftigte das Thema den Rieder Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung ausführlich. Denn auch im digitalen Zeitalter bleibt die Gemeinde verpflichtet, Informationen für Bürgerinnen und Bürger analog zugänglich zu machen, wie Geschäftsleiter Andreas Sausenthaler erklärte.
Wie diese Informationspflicht künftig erfüllt werden soll, darüber gingen die Meinungen im Gremium auseinander. Mario Lutz von den Freien Wählern sprach sich dafür aus, die Aushänge deutlich zu reduzieren. Künftig solle lediglich eine kurze Zusammenfassung der jeweiligen Themen im Schaukasten hängen – ergänzt um QR-Codes, über die Interessierte weitere Informationen abrufen könnten. „Wer sich informieren möchte, kann das dann gezielt tun“, lautete sinngemäß sein Vorschlag.
Ältere Bürger sind auf klassische Bekanntmachungen angewiesen
Gerald Modlinger von der Bürgergemeinschaft hielt dagegen. Immer wieder werde aus der Bevölkerung kritisiert, dass viele Menschen zu wenig informiert würden. Gerade ältere Bürgerinnen und Bürger seien auf klassische Bekanntmachungen angewiesen. Paul Graf von den Freien Wählern brachte mit dem gemeindlichen Informationsblatt eine weitere Möglichkeit ins Gespräch, wie sich die Riederinnen und Rieder über die Angelegenheiten ihres Heimatortes auf dem Laufendne halten können.
Bürgermeister Erwin Gerstlacher sprach sich dafür aus, an dem bestehenden Schaukasten direkt am Rathaus festzuhalten. Gerald Modlinger beantragte daraufhin, die bisherige Regelung mit mehreren Standorten unverändert beizubehalten. Dafür fand sich jedoch keine Mehrheit im Gemeinderat.
Am Ende entschied das Gremium, die Informationen künftig auf einen zentralen Standort zu konzentrieren: Nur noch im Schaukasten am Rathaus sollen die wichtigsten Mitteilungen der Gemeinde ausgehängt werden.
Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.
AnmeldenSie haben noch kein Konto? Kostenfrei registrieren