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Aus in der Relegation: SV Wulfertshausen steigt in die A-Klasse ab

Fußball-Relegation

Im verflixten siebten Jahr: Der SV Wulfertshausen steigt in der Relegation ab

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    Symbolträchtig: Wulfertshausens Carl Hierhammer ist nach dem Abstieg in der Relegation bedient.
    Symbolträchtig: Wulfertshausens Carl Hierhammer ist nach dem Abstieg in der Relegation bedient. Foto: Reinhold Rummel

    Aus, vorbei – der SV Wulfertshausen muss nach sieben Spieljahren in der Kreisklasse den bitteren Gang in die A-Klasse antreten. In Schiltberg vor knapp 700 Besuchern unterlag die Elf von Benjamin Trinkl mit 1:2 dem A-Klassen-Vizemeister SC Mühlried. „Das ist sehr bitter, aber wir hatten nichts mehr im Tank. Mühlried hat verdient gewonnen“, musste der scheidende Wulfertshauser Coach den Erfolg der Schrobenhauser Vorstädter neidlos anerkennen. „Die haben mehr zulegen können“, gratulierte er auch in dieser schweren Stunde der Elf von Florian Hergeth.

    Der strahlte über das ganze Gesicht und bedankte sich bei seinem Team: „Wir waren am Boden, aber jetzt sind wir wieder zurück, wo wir hingehören“, lobte er seine Elf überschwänglich. Dagegen klopfte Benjamin Trinkl seiner Elf auf die Schultern, die auf ihre Stützen Schmieder, Weihers und kurzfristig auch auf Leon Rieger verzichten musste, der im Stau stand. Für Trinkl war es besonders undankbar, denn schon vor elf Jahren verlor er ein Relegationsspiel als Torhüter mit dem SV Wulfertshausen. 0:4 lautete damals das Ergebnis gegen Alsmoos. Nachdem der SVW ein Jahr zuvor die Meisterschaft feiern durfte, stieg er unter Trainer Bastian Schaller aus der Kreisliga wieder ab.

    „Leider kein Happy End für den Verein“, fasste Trinkl nach dem Schlusspfiff des Unparteiischen Jürgen Gabel die neunzig Spielminuten kurz zusammen. „Wir waren von Beginn an nicht richtig im Spiel und konnten unsere Ausfälle leider nicht entsprechend kompensieren“, lautete seine Analyse. Zwar gelang Franz Dietl der Führungstreffer per Strafstoß. Mühlrieds Florian Zeiselmair spielte einen Rückpass zu seinem Keeper Nico Pechmann. Maximilian Göddert sprintete in den viel zu kurzen Ball und wurde von Pechmann zu Fall gebracht. Dabei verletzte sich Göddert und musste wenig später ausgewechselt werden – Dietl knallte den Ball messerscharf ins rechte Toreck.

    Danach aber begann der Sturmlauf der Mühlrieder, jedoch zunächst ohne gefährlich in die Box der Wulfertshauser zu kommen. „Wenn wir mit der Führung in die Pause hätten gehen können, wäre vielleicht mehr drin gewesen“, haderte Trinkl. Unmittelbar vor der Pause waren seine Elf beim Eckball von Julian Bruß nicht richtig sortiert und Mühlrieds Torjäger Oliver Gumin nickte per Kopf zum 1:1-Pausenstand ein. „Dann waren unsere Körner verbraucht“, sah Trinkl keine richtige Aktion nach vorn von seiner Truppe. „Die Jungs haben zwar alles versucht, aber Mühlried war läuferisch einfach stärker“, so Trinkl.

    Allerdings war der zweite Gegentreffer völlig unnötig. Marcel Schwankhart hatte an der Grundlinie den Ball bereits sicher unter Kontrolle. Aber anstatt das Spielgerät wegzuschlagen, zögerte er zu lange und ließ sich den Ball von Benedikt Renger abnehmen. Julian Bruß sagte Danke und schob aus kurzer Distanz den Ball zum 2:1-Siegtreffer für Mühlried an Schlussmann Vincenz Triebel vorbei. Die Jubel kannte dann bei Mühlried keine Grenzen und die Partygesänge wurden lautstark angestimmt – Wulfertshausen lag dagegen völlig erschöpft nach dem Abpfiff im grünen Rasen.

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