Zum Ende seiner Amtszeit hat Bürgermeister Paul Wecker einen schuldenfreien Haushalt vorgelegt. Alto Weigl, der aktuell als externer Kämmerer für die Verwaltungsgemeinschaft Mering den Steindorfer Haushaltsplan erstellt hatte, präsentierte das Zahlenwerk in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Er lobte Bürgermeister und Gemeinderäte für ihre Arbeit: „Solche Zahlen sind für eine so kleine Gemeinde außerordentlich gut, zumal das Rathaus doch sehr schmal besetzt ist.“ Der jetzt vorgelegte Haushalt sei nicht in Stein gemeißelt, sondern dynamisch zu handhaben: „Er ist eine Handlungsermächtigung.“
Personalkosten steigen in Steindorf
Das Haushaltsvolumen von Steindorf steigt um 32 Prozent auf 10.151.700 Euro. Der Verwaltungshaushalt schließt voraussichtlich mit 5.522.200 Euro. Das bedeutet eine minimale Minderung. Bei den Einnahmen schlagen Steuern zu Buche. Erwartet werden Grundsteuern in Höhe von 130.000 Euro und Einkommensteuer von 815.000 Euro. Die Gewerbesteuer lässt keine genaue Prognose zu, wird sich aber im Rahmen der vergangenen Jahre bewegen. Der Straßenunterhaltszuschuss bleibt bei 45.800 Euro. Bei der Schlüsselzuweisung geht Steindorf leer aus.
Bei den Ausgaben sind die Personalkosten auf 776.350 Euro gestiegen. Tariferhöhungen und neues Personal sind der Grund. Bezahlt werden müssen das Personal von Kindergarten und Wertstoffsammelstelle, die Protokollkraft und die Aufwandsentschädigungen für die Gemeinderäte und Feuerwehrkommandanten. Weil der nächste Bürgermeister hauptamtlich arbeitet, steigen heuer die Personalausgaben. Der Verwaltungs- und Betriebsaufwand liegt mit 1.237.650 Euro zum dritten Mal über einer Million. Die Kreisumlage schlägt mit 2,277.200 Euro zu Buche, die an die Verwaltungsgemeinschaft Mering mit 196.700 Euro. Die Umlagen an den Grund- und Mittelschulverband Merching betragen 100.000 Euro für die Grundschule und 50.000 Euro für die Mittelschule. Der Abwasserzweckverband Obere Paar kassiert 49000 Euro.
Hier investiert Steindorf
Das Volumen des Vermögenshaushalts beläuft sich auf 4.629.500 Euro. Der Betrag hat sich im Vergleich zu 2025 mehr als verdoppelt. Auf der Einnahmenseite stehen Grundstücksverkäufe im Gewerbegebiet Heinrichshofener Straße ll für 1.200.000 und die Förderungen vom Freistaat für die Brücke Steinbach-Hofhegnenberg mit 100.000 Euro und für die Feuerwehr mit 300.000 Euro. Der größte Posten auf der Ausgabenseite ist der Um- und Neubau des Kindergartens mit knapp 1.5 Millionen Euro. Der Hochwasserschutz wird 320.000 Euro kosten und die Feuerwehr 150.000 Euro.
Es war die letzte Gemeinderatssitzung mit Bürgermeister Wecker. Dem neuen Gremium werden Sonja Bichler und Andreas Letzel nicht mehr angehören.
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