Am Freitag findet das Gründungstreffen für das neue Netzwerk FrauenPLUSPolitik, an dem Sie maßgeblich beteiligt sind, statt. Wie sind Sie darauf gekommen, sich für Frauen in der Politik zu engagieren?
MAREIKE STEGMAIR: Man merkt es allein, wenn man sich die Kommunalparlamente anschaut. Da sind meist 80, wenn nicht gar 90 Prozent Männer. Das habe ich selbst auch in Dasing gemerkt. Wir sind vier Frauen bei insgesamt 21 Mitgliedern. Und auch bei anderen politischen Veranstaltungen ist die Verteilung ähnlich. Ich bin immer wieder über dieses Thema gestolpert, in persönlichen Gesprächen, aber auch durch meine Tätigkeit im Landratsamt. Da haben wir zum Beispiel den Girl’s Day und da war auch die Frage, wie Frauen in die Politik gehen können? Man merkt da einfach gewisse Barrieren.
Welche Barrieren und Herausforderungen haben Sie für Frauen festgestellt?
STEIGMAIR: Zum Beispiel die Fragestellungen: Wie kann ich Politik mit Familie vereinbaren und wie komme ich da überhaupt rein, ohne Kontakte? Da sind die Berührungspunkte schon gar nicht da. Bei Frauen, die zugezogen sind, ist es erstmal das Problem, sich selber zu organisieren und den Anschluss zu finden. Generell auch die Zeit dafür zu finden. Und deswegen scheuen sich davor einige.
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