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Friedberg
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Wanderung bei Friedberg: Pilgerweg nach Herrgottsruh

Friedberg

Auf dem Pilgerweg rund um die Wallfahrtskirche Herrgottsruh

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    Bei einer Eiche steht das Marterl von der Errettung des Michelbauern. Die Stele dort berichtet von den  Menschen, die in ihren Nöten beim Gnadenbild Zuflucht gesucht haben.
    Bei einer Eiche steht das Marterl von der Errettung des Michelbauern. Die Stele dort berichtet von den Menschen, die in ihren Nöten beim Gnadenbild Zuflucht gesucht haben. Foto: Hubert Raab

    Anno 1796, den 24. August, dem Feste des heiligen Bartholomäus, ging der alte Michelbauer Johannes Müller von Rettenberg nach Unsers Herrn Ruh in die heilige Messe. Da kamen ihm, von Friedberg her, vier französische Musketiere in den Weg und fragten ihn, ob das der Weg nach Heimatshausen und Rettenberg sei, was der Michelbauer bejahte und ihnen den Weg zeigte. Als diese fortgegangen waren, kamen von der Einöde Rettenberg drei französische Husaren und fragten den Johannes Müller, ob dieser Weg Friedberg zugeht, was er auch bejahte. Dann sagten diese: „Das ist nicht wahr, du bist ein Spion.“ Sofort sprang ein Husar vom Pferd, langte einen Strick aus dem Mantelsack und hängte den Michelbauer an dieser Stelle an den Ast einer Eiche auf und ritten sogleich Friedberg zu. Der alte Michelbauer rief in seiner Todesangst Unseren Herrn in der Ruhe und die heilige Barbara, die Fürbitterin in Todesnöten, um Hilfe an. Da brach der Ast und der Michelbauer war gerettet.

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