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Was halten die Friedberger von der geplanten Zuckerabgabe?

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Was halten die Friedberger von der geplanten Zuckerabgabe?

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    Die Regierung plant, in Zukunft zusätzliche Abgaben auf zuckerhaltige Softdrinks zu erheben.
    Die Regierung plant, in Zukunft zusätzliche Abgaben auf zuckerhaltige Softdrinks zu erheben. Foto: Annette Riedl, dpa (Symbolbild)

    Getränke mit fünf bis acht Gramm Zucker pro 100 Milliliter sollen, wenn es nach den aktuellen Plänen der Bundesregierung geht, zukünftig mit 26 Cent je Liter belastet werden. Liegt der Zuckergehalt darüber, sollen 32 Cent pro Liter fällig werden. Die Abgabe soll Unternehmen dazu animieren, den Zuckergehalt in ihren Softdrinks zu reduzieren. Wir haben uns in der Friedberger Innenstadt umgehört.

    Klaus Frank spricht sich für eine Zuckerabgabe aus.
    Klaus Frank spricht sich für eine Zuckerabgabe aus. Foto: Ahmed Keles

    Klaus Frank aus Friedberg findet, eine Zuckerabgabe ist längst überfällig. Die Abgaben insgesamt für Genussmittel seien seiner Meinung nach zu niedrig, auch für Alkohol und Tabak. Er sieht koffeinhaltige Süßgetränke, insbesondere für Kinder und Jugendliche, als sehr problematisch an und kritisiert die Masse und Selbstverständlichkeit von Fast Food. „Verarbeitete Lebensmittel mit hohem Zucker-, Salz- und Fettgehalt müssen reglementiert werden“, sagt Frank. Er wünscht sich dafür keine Steuern auf Grundnahrungsmittel wie Wasser oder Mehl. Im Gegenzug fordert er höhere Steuerabgaben für Luxusartikel.

    Cornelia Sprenzinger aus Friedberg sieht das anders: Sie ist gegen eine Zuckerabgabe. Zwar weiß sie um die gesundheitlichen Risiken von Softdrinks, trotzdem findet sie, dass jeder selber entscheiden solle, was er konsumiert. Sie kritisiert den Ansatz, die Abgaben auf zuckerhaltige Getränke zu erhöhen. „Wir zahlen schon genug Steuern, irgendwann wird es wild für alle“, sagt Sprenzinger. Man sollte vielmehr darauf achten, an welchen Stellen Steuergelder verschwendet würden, und diese da einsparen.

    Zuckerabgabe: Geteilte Meinungen in Friedberg

    Ursula und Richard Limmer sind für eine Zuckerabgabe.
    Ursula und Richard Limmer sind für eine Zuckerabgabe. Foto: Ahmed Keles

    Ursula und Richard Limmer aus Aichach sprechen sich für eine Zuckerabgabe aus. Die ehemaligen Friedberger sind dafür, dass weniger Zucker konsumiert werden soll. „Das ist vor allem positiv für die Jugend, die müssen wir besser schützen“, sagt Ursula Limmer. Für sie steht vor allem der gesundheitliche Aspekt im Vordergrund. Weniger Zuckerkonsum könne langfristig helfen, Probleme wie Übergewicht und Folgeerkrankungen zu verhindern.

    Petra Spadler aus Friedberg bezeichnet die neue Zuckerabgabe als Abzocke. Auch wenn sie nicht viel von Softdrinks halte, spricht sie sich dagegen aus. „Wenn man von den Nahrungsmitteln das ganze Gift weglassen würde, das wär mal was“, sagt Spadler. Sie kritisiert die verarbeiteten Lebensmittel und fordert Zugang zu gesunden Lebensmitteln für alle. Sie selber achte auf ihre Ernährung. Gesunde, unverarbeitete Lebensmittel seien ihrer Meinung nach aber zu teuer.

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