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Sollten Sie Steckrüben anbauen? Alle Infos zum Retro-Superfood

Die Steckrübe kehrt zurück - sogar in die gehobene Gastronomie. Alle Infos zur Steckrübe und Tipps zum Anbau gibt es hier.
Foto: Fotolia

Die Steckrübe erlebt gerade ein Revival und kommt sogar in der gehobenen Gastronomie auf den Teller. Wie Sie Steckrüben anbauen und alle Infos zum Retro-Superfood haben wir hier für Sie.

Vom Viehtrog auf den Gourmetteller – so könnte man die steile Karriere der Steckrübe in aller Kürze beschreiben. Steckrübe. Das Wort an sich klingt ja nicht besonders sexy, die regionalen Namensalternativen Kohlrübe oder Wruke schon gar nicht. Dabei tut der altbackene Name dem Gemüse völlig unrecht, versteckt sich doch eine äußerst vielseitige und vor allem gesunde Frucht dahinter.

Steckrübe.
Foto: Fotolia

Es ist wie die altbekannte Frage nach der Henne und dem Ei: Wer zuerst da war, der Raps oder die Rübe, lässt sich aus heutiger Sicht nicht mehr klären. Tatsache ist jedoch, dass beide Pflanzen eng verwandt sind und die eine wohl aus der anderen herausgezüchtet wurde. Nur wer denn nun die eine und wer die andere gewesen ist, darüber entbrannte schon so mancher handfeste Streit unter Botanikern.

Steckrübe als "Superfood": Nährwerte und Inhaltsstoffe

Für unser kleines Loblied hat diese Detailklauberei zum Glück wenig Bedeutung. Auch die Frage nach der einstigen Herkunft – einer der zahlreichen Zweitnamen impliziert mit „schwedischer Rübe“ einen Ursprung in nördlichen Gefilden – überspringen wir geschwind, um zu eher fragloseren Fakten zu kommen. Zum feinen Geschmack etwa, der mit seiner leicht süßlichen Note an Pastinaken oder Karotten erinnert. Oder an die inneren Werte der Rübe, die mit sogenanntem "Superfood" locker mithalten kann. Die tolle Knolle ist ein regelrechtes Füllhorn für die wertvollsten Nährstoffe, die Mutter Natur zu bieten hat: Beta-Carotin, zahlreiche Vitamine der B-Gruppe, eine große Menge des Abwehr-Vitamins C, das Antioxidans Vitamin E, das für die Blutgerinnung wichtige Vitamin K, bedeutende Mineralstoffe wie Chlor, Kalium, Kalzium, Magnesium, Phosphor oder Schwefel sowie Spurenelemente wie Fluor, Jod, Zink, Kupfer oder Eisen – die Steckrübe steckt voller guter Sachen und ist eine echte Vitalbombe. Durch ihren hohen Gehalt an Ballaststoffen kurbelt sie die Verdauung an, ist selbst mit gerade einmal 22 kcal pro 100 Gramm aber ein echtes Leichtgewicht und damit für jede Diät bestens geeignet.

Die Geschichte der Steckrübe

Steckrüben fanden im 17. Jahrhundert durch den Dreißigjährigen Krieg den Weg auf deutsche Teller – so implizieren es zumindest Quellen aus dieser Zeit. Vermutlich brachten schwedische Söldner die nahrhafte Knolle mit. Hierzulande fiel das Gemüse im wahrsten Sinne des Wortes auf fruchtbaren Boden. Nicht nur als günstiges Mittel zur Schweinemast, sondern auch als Notration für schwere Zeiten. So etwa im sogenannten Steckrübenwinter 1916/17. Missernten hatten während des Ersten Weltkriegs zu einer Hungersnot geführt. Abhilfe schuf die in rauen Mengen zur Verfügung stehende Steckrübe, die nun auf vielfältigste Weise Verwendung fand. Mehl, Marmelade, Eintöpfe, selbst Kaffee-Ersatz wurde aus ihr zubereitet. Bis heute gilt die Rübe als Arme-Leute-Essen – und büßte mit einem drastischen Sortenverfall.

Steckrüben anbauen: Ein Steckbrief und nützliche Tipps

Im Nutzgarten sind die robusten Pflanzen einfach zu haben. Sie begnügen sich mit nahezu jedem Boden und sind grundsätzlich sehr anspruchslos. Ob der gesundheitsbewusste Hobbygärtner die Samen gegen Juni im Topf oder Frühbeet vorzieht und die jungen Pflänzchen im Sommer ins Beet umsiedelt oder die Samen im Juli direkt ins Freibeet sät, ist prinzipiell unerheblich: Die Rüben halten Temperaturen bis zu -10° Celsius problemlos Stand und können in unseren Breiten daher in jedem Fall ausreifen. Ab Mitte September sind sie reif und können prinzipiell geerntet werden – gewährt man ihnen aber noch ein paar zusätzliche Wochen im Erdreich, wirkt sich das durchaus positiv auf ihre Größe und auch ihre Lagerfähigkeit aus.

Als Mittelzehrer haben Steckrüben einen moderaten Stickstoffbedarf und können daher gut in Mischkultur etwa mit Tomaten, Bohnen oder anderen flachwurzelnden Gemüsesorten angebaut werden. Für gute Erträge und vor allem geringeres Risiko für Krankheits- und Schädlingsbefall sollte jedoch unbedingt auf die Fruchtfolge geachtet werden: Mindestens drei Jahre sind Kreuzblütler jeder Art am selben Standort tabu; als Nachkultur empfehlen sich daher Frühkartoffeln, Bohnen oder Erbsen.

Seit den 1920er-Jahren sind etwa 90 Prozent der Sorten verschwunden, nur drei von ihnen sind noch regelmäßig im Handel zu finden: Wilhelmsburger, Hoffmanns Gelbe und Niko. Inzwischen erlebt die Steckrübe ein Revival in der gehobenen Gastronomie.

Steckbrief:

  • Name: Steckrübe
  • Botanischer Name: Brassica napus subsp. rapifera
  • Familie: Kreuzblütler (Brassicaceae)
  • Unterfamilie: Brassiceae
  • Lebensraum: Gemäßigte Gebiete weltweit
  • Lebenszyklus: zweijährig
  • Blütezeit: Juni bis Juli
  • Blütenfarbe: gelb
  • Erntezeit: September bis Mai
  • Wuchshöhe: 100 bis 150 Zentimeter
  • Boden: bevorzugt tiefgründiger, humoser Boden, generell aber anspruchslos

Pflegehinweis:

  • Sonnigen bis halbschattigen Standort wählen
  • Samen zwischen Ende Mai und Mitte Juni
  • im Topf vorziehen
  • Junge Pflanzen im Juli aussetzen
  • Während der Wachstumsphase regelmäßig
  • um die Rüben herum hacken
  • In Trockenzeiten ausreichend gießen,
  • ggf. mit Hornmehl etwas nachdüngen
  • Im Freibeet Ende Oktober bis Mitte November ernten
  • Selben Standort frühestens nach 3 Jahren wieder bepflanzen (Fruchtfolge!)
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