Stabile Geländer, rutschfester Untergrund auf Wegen, gute Beleuchtung: Das alles gehört in einen Garten, den man möglichst bis ins hohe Alter nutzen kann.
Will man ihn auch möglichst lange selbst pflegen und in Schuss halten, sollte man aber auch bei der Bepflanzung einiges bedenken - und das im Idealfall möglichst frühzeitig. Damit das alles klappt, gibt die Aktion „Das sichere Haus“ (DSH) fünf Tipps.
1. Baum ist nicht gleich Baum
Schon bei den Bäumen kann man ansetzen: Immergrüne Exemplare bedeuten weniger Aufwand als Bäume, die im Herbst die Blätter abwerfen und dann Laubarbeiten mit sich bringen. Und bei Obstbäumen ist der zufolge eher niedrig als hoch ein gutes Motto. Schließlich soll die Obsternte auf der Leiter nicht zur Gefahr werden oder zur kaum bewältigbaren Anstrengung im Alter.
Dafür geeignet: Obstbäume, die auf schwachwüchsigen Unterlagen veredelt sind. Sie werden nur etwa zweieinhalb Meter groß, tragen aber laut der Aktion die gleiche Menge an Früchten wie höhere Bäume. Spalierobst, also Bäume, die an einem Gerüst gezogen werden, sind hingegen keine gute Alternative: Sie wachsen demnach ebenfalls recht hoch.
2. Hoch hinaus beim Gemüse
Beim Anlegen von Gemüse- und Blumenbeeten gilt übrigens das umgekehrte Motto: lieber hoch als niedrig. Ein Hochbeet kann schließlich Rücken und Gelenke entlasten, wenn das Bücken für die Aussaat und die Ernte mit zunehmendem Alter mühsam wird.
Mehrere kleine Kübelhochbeete aus Kunststoff, die von allen Seiten begehbar sind, eignen sich besonders gut. Deren Rand ist den Angaben zufolge oft so stabil, dass man sich beim Arbeiten darauf abstützen kann.
3. Winterharte Pflanzen wählen
Bei der sonstigen Bepflanzung setzt man idealerweise auf Exemplare, die genügsam sind, etwa bei Wasser und Schnitt. Die mehrjährige Staude ist dann etwa die bessere Wahl als der anspruchsvolle Rosenstrauch. Und mit jeder winterharten Pflanze müssen Seniorinnen und Senioren weniger Gewächse in Schutzhüllen wickeln oder Blumenkübel an frostfreie Orte schleppen.
Für sonnige Standorte empfehlen die Experten etwa Fette Henne, Astern, Taglilien, Frauenmantel und Staudensonnenblumen. Funkie, Dickmännchen und Silberkerze sind demnach eine pflegeleichte Wahl für schattigere Orte.
4. Blumen - nicht nur für die Bienen
Wer seine Rasenflächen wenig nutzt oder kaum betritt, kann sie außerdem zur Blumenwiese machen. Damit spart man sich den einen oder anderen Mähgang - und tut auch gleich etwas für Insekten.
An Hanglagen oder in schwer zugänglichen Gartenbereichen sind laut den Angaben pflegeleichte Staudenbeeten eine Alternative zur Rasenfläche. Denn hier ist die Rasenpflege besonders anstrengend und birgt Sturzrisiken. Auch Gemüsebeete finden besser einen anderen Ort.
5. Grundstücksgrenze pflegeleicht gestalten
Statt einer Hecke an der Grundstücksgrenze kann man dort auf Zaun oder Mauer als Abgrenzung setzen: Das ist vor allem sinnvoll, wenn einem Heckenschneiden körperlich zunehmend schwerfällt.
Und wer bei Terrasse und Co große Bodenplatten mit wenigen oder nur sehr schmalen Fugen wählt, muss weniger Unkraut oder Moos entfernen als bei kleinen Pflastersteinen. Und das heißt auch: weniger bücken, weniger Arbeit.
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