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Geldanlage
21.06.2017

Ethik-Banken: Können Sparer mit ihrem Geld wirklich Gutes tun?

EthikBank gehört zu den Instituten, die mit ihrem Geld weder Kernenergie, noch Gentechnik, Kinderarbeit oder Rüstungsfirmen unterstützen.
Foto: Oliver Berg (dpa)

Viele Bankkunden wollen nicht mehr nur sparen, sondern mit ihrem Geld dabei auch etwas Gutes tun. Doch was ist von Ethik-Banken zu halten? Worauf Kunden achten müssen.

Wer Wert darauf legt, dass das Steak auf seinem Teller von einem Rind aus artgerechter Haltung stammt und die Kartoffeln aus biologischem Anbau, will möglicherweise auch in finanzieller Hinsicht ethische und ökologische Grundsätze beachten – und nicht in Atomkraft, Kinderarbeit oder Rüstungsprojekte investieren. Für diese Sparer gibt es einen wachsenden Markt an Banken, die ihre Geschäfte an ökologischen und moralischen Grundsätzen ausrichten. Wir geben einen Überblick, welche Angebote es gibt und worauf Anleger achten sollten.

Welche Banken gibt es in Deutschland, die nach ethischen Grundsätzen arbeiten?

Manche Banken und Sparkassen bieten einzelne Sparangebote mit einem ethisch-ökologischem Schwerpunkt an, andere Banken haben ihr komplettes Angebot darauf ausgerichtet. Kirchliche Banken legen ihren Fokus meist auf karitativ-soziale Angebote. Die vier größten Geldinstitute in Deutschland, deren Schwerpunkt eher im ethisch-ökologischen Bereich liegt, sind die Ethikbank, die GLS Bank, die Triodos Bank und die Umweltbank. Sie decken in der Regel das gesamte Spektrum an Bankgeschäften ab, bieten Girokonto und Sparbuch, Tagesgeld, Festgeld und Wertpapiere.

Was genau bedeutet „ethisch“?

„Eine genaue Definition gibt es nicht“, sagt Heidi Pätzold, Finanzexpertin bei der Verbraucherzentrale Hamburg. Begriffe wie ’grün’, ’sauber’, ’nachhaltig’, ’umweltfreundlich’, ’klimafreundlich’ oder ’ethisch’ sind in Bezug auf Geldanlagen nicht geschützt. Einheitliche Mindeststandards, festgelegte Kriterien oder Siegel für eine nachhaltige Geldanlage gibt es bislang keine. „Jedes Geldinstitut macht sich im Grunde genommen seine eigene Definition“, sagt Pätzold.

Wie sieht das dann in der Praxis aus?

Die vier großen Ethik-Banken haben genaue Ausschlusskriterien für Anlagen und Kreditvergaben festgelegt. Spekulationen im Bereich Nahrungsmittel oder Glücksspiel sind tabu, ebenso Geschäfte mit korrupten Regierungen oder Diktatoren. Kinderarbeit soll nicht gefördert werden, Investitionen in Zusammenhang mit Menschenrechtsverletzungen oder Atomkraft werden ebenfalls ausgeschlossen. Die meisten ethischen Banken legen einen Schwerpunkt auf Investitionen in bestimmte Branchen und gesellschaftliche Lebensbereichen. So vergibt die GLS Bank zum Beispiel Kredite vorrangig an Bildungseinrichtungen, ökologische Landwirtschaft und erneuerbare Energien. Die Umweltbank konzentriert sich auf die Finanzierung von Umweltprojekten.

Wie transparent sind die Banken?

Auf ihren Internetseiten veröffentlichen die vier großen ethischen Institute detailliert ihre Nachhaltigkeitsrichtlinien und berichten über die Vergabe von Krediten. Die GLS Bank und die Triodos Bank nennen sogar die konkreten Projekte und Unternehmen, an die Geld fließt.

Wo finden die Kunden Filialen und Geldautomaten?

Banken mit ethisch-ökologischem Anspruch haben in der Regel wenige oder keine Filialen. Die Kommunikation zwischen Kunden und Mitarbeitern läuft über Telefon, Internet oder Post. Kunden, die ein Girokonto bei der Ethikbank oder der GLS Bank haben, können an Geldautomaten der Volks- und Raiffeisenbanken Geld abheben. Kunden der Triodos Bank bekommen mit Kreditkarte an allen Automaten Geld, die Mastercards akzeptieren. Andernfalls können Gebühren anfallen.

Welche Kosten kommen auf Kunden mit Girokonto zu?

Die Umweltbank bietet kein Girokonto an. Bei den anderen Banken kostet das Girokonto zwischen 3,50 Euro und fünf Euro pro Monat, die Bankkarte gibt es bei der Ethikbank kostenlos. Bei der GLS Bank und der Triodos Bank zahlen Kunden 15 Euro pro Jahr für die Bankkarte. Visa- oder Mastercard kosten zwischen 25 und 30 Euro pro Jahr.

Welche Rendite gibt es auf Tages- und Festgeld?

Die Ethikbank zahlt aktuell weder auf Tages-, noch auf Festgeld Zinsen. Auch bei der GLS Bank gibt es auf Tagesgeld momentan keine Zinsen, auf Festgeld mit Laufzeit fünf Jahre immerhin 0,15 Prozent pro Jahr. Besser sieht es bei der Triodos Bank und der Umweltbank aus. Dort gibt es derzeit aufs Tagesgeld 0,1 beziehungsweise 0,025 Prozent pro Jahr. Beim Festgeld mit Laufzeit fünf Jahre liegt die Rendite gerade bei 0,55 beziehungsweise 0,5 Prozent pro Jahr. Je nach Anlagewunsch der Kunden lohnt sich der Vergleich.

Ist das Geld der Kunden trotz des eingeschränkten Geschäftsfelds sicher?

Wie bei anderen Geldinstituten auch hängt das Risiko von der Art der Anlage ab. Auch bei ethischen Banken gebe es Produkte, die per se ein größeres Risiko mit sich brächten, erklärt Finanzexpertin Pätzold. Alle vier ethischen Banken unterliegen aber mindestens der Einlagensicherung der Europäischen Union von 100000 Euro pro Person.

Für wen lohnt es sich, sein Geld bei einem ethischen Institut anzulegen?

„Hauptsächlich für Sparer, deren Ziele nicht vorrangig renditeorientiert sind“, sagt Expertin Heidi Pätzold. Die Geschäftsmöglichkeiten sind aufgrund der festgelegten Ausschlusskriterien beschränkt, die Zinsen sind daher eher niedrig. Stattdessen erzielen die Sparer eine Rendite ideeller Art und leisten mit ihrer Finanzkraft einen Beitrag zu sozialen oder ökologischen Projekten.

Wie können Kunden sichergehen, dass nur in Projekte investiert wird, die sie moralisch unterstützen?

„Kunden müssen sich auf die Angaben der Anbieter verlassen“, sagt Finanzexpertin Pätzold. „Das Wichtigste ist, Angaben kritisch zu hinterfragen und seinen gesunden Menschenverstand einzuschalten.“ Sie rät, so viele Informationen wie möglich zu sammeln und sich Rat von unabhängiger Seite zu holen. Den finden Kunden beispielsweise bei den Verbraucherzentralen der Länder.

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