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Kolumne
04.12.2019

Die Brennstoffzelle als Heizung: Effizient, aber fossil  

Eine Brennstoffzellenheizung – hier mit Pufferspeicher.
Foto: Bernhard Weizenegger

Nur selten ist die Technik die beste Lösung für Hausbesitzer.  

Manche sehen in der Brennstoffzelle das ideale Kleinkraftwerk für Ein- und Zweifamilienhäuser. Die Geräte produzieren gleichzeitig Wärme und Strom und beeindrucken als effiziente Energieerzeuger mit einem Gesamtwirkungsgrad von etwa 90 Prozent. Was aber nicht vergessen werden darf: Brennstoffzellen werden in der Regel mit Erdgas, einem fossilen Energieträger, betrieben. Deshalb sehen Kritiker darin keine zukunftsweisende Lösung, da Erdgas in der Klimabilanz auch nicht besser als Heizöl abschneidet. Dazu kommt, dass das Einsatzspektrum für den wirtschaftlichen Betrieb einer Brennstoffzelle recht eng ist.

„Kalte Verbrennung“, so heißt das Prinzip, das die Brennstoffzellenheizung zum lokalen Energieerzeuger macht. Dahinter verbirgt sich ein chemischer Prozess, bei dem Wasserstoff mit Sauerstoff reagiert. Beim Aufeinandertreffen der beiden Elemente entstehen Wärme und Strom, und zwar ungefähr im gleichen Verhältnis.

7050 Euro und mehr: Üppige Förderung für Brennstoffzellen-Heizungen

Weil der Wasserstoff für den Betrieb der Brennstoffzelle in den seltensten Fällen im Haus verfügbar ist, wird er über einen sogenannten Reformer im Heizgerät hergestellt. Ausgangsstoff ist Erdgas oder Biogas – man benötigt also einen Gasanschluss. Ansonsten ist der Einbau angesichts des sehr hohen Vorfertigungsgrades der Anlage einfach. Auch der Platzbedarf hält sich in Grenzen, die Geräte sind ziemlich kompakt. Ein zusätzlicher Pufferspeicher wird nicht benötigt.

Relativ hoch sind mit 20.000 bis 30.000 Euro die Kosten. Allerdings gibt es vom Staat üppige Zuschüsse von 7050 Euro für die kleinsten Anlagen – für größere Modelle gibt es noch deutlich mehr. Wirtschaftlich interessant ist der Einbau einer Brennstoffzelle aber nur dann, wenn viel Strom erzeugt und selbst verbraucht wird. Nachdem Wärme- und Stromproduktion zusammenhängen, muss also der Wärmebedarf hoch sein. Bei einem Neubau mit einer gut gedämmten Gebäudehülle ist das nicht der Fall. Hier ist die Wärmepumpe die eindeutig bessere Lösung. Für größere Einfamilienhäuser im Bestand mit vergleichsweise vielen Bewohnern, vor allem aber bei Zwei- oder Mehrfamilienhäuser mit einem hohen Wärme- und Stromverbrauch kann die Brennstoffzelle wirtschaftlich sinnvoll sein.

Geeignet zum Beispiel für denkmalgeschützte und nicht gedämmte Häuser

Ein denkbarer Einsatz für die Brennstoffzelle wäre beispielsweise ein denkmalgeschütztes Haus, dessen Fassade nicht gedämmt und auf dessen Dächer keine Solarmodule installiert werden können. Mit einer Brennstoffzellenheizung wird hier die CO2-Bilanz besser – wobei sich hier mit der Pelletsheizung auch ein Heizsystem mit einem nachwachsenden Brennstoff anbietet.

Was man bei der Brennstoffzelle ebenfalls bedenken sollte: mit einer später angebrachten Wärmedämmung, die den Wärmebedarf deutlich senkt, wäre die Brennstoffzelle unrentabel. Denn: Ohne Wärmeabfuhr keine Stromproduktion, und nur die Stromproduktion sorgt für einen Mehrwert gegenüber einem herkömmlichen Gasbrennwertkessel. Der Gasverbrauch einer Brennstoffzelle ist ähnlich groß wie der eines konventionellen Gasbrennwertkessels.

Dem Einbau einer Brennstoffzellenheizung muss also eine gründliche Planung mit einer exakten Bedarfs- und Verbrauchsanalyse vorausgehen. Sonst kann daraus ein teures Gerät werden, das seine Stärken nicht ausspielen kann. Und man sollte bedenken, dass die Zeiten des billigen Erdgases auch vorübergehen können – spätestens dann, wenn sich aus Klimaschutzgründen der CO2-Preis gegenüber dem aktuell beschlossenen Startpreis deutlich erhöhen sollte.

Zum Autor: Martin Sambale ist Geschäftsführer des Energie- und Umweltzentrums Allgäu, kurz eza!

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