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Werkstatt-Test: Einfache Mängel werden häufig nicht erkannt

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Werkstatt-Test: Einfache Mängel werden häufig nicht erkannt

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    Werkstatt-Test: Einfache Mängel werden häufig nicht erkannt
    Werkstatt-Test: Einfache Mängel werden häufig nicht erkannt Foto: Sebastian Kahnert (dpa)

    Von Zeit zu Zeit braucht selbst der neuste Wagen einen umfangreichen Check-up. Die richtige Autowerkstatt ist schnell gefunden. Schließlich liefern Online-Services wie drivelog.de eine große Auswahl an Werkstätten – so wie hier beispielsweise in München – und die entsprechende Bewertung gleich mit dazu. Schließlich soll man auch eine gute Werkstatt erwischen, in der man für sein Geld eine ordentliche Inspektion bekommt. Dass das in der Branche aber bei Weitem nicht der Regelfall ist, zeigt jetzt ein Test der Zeitschrift "Auto Motor & Sport". Insgesamt 41 Markenwerkstätten und freie Betriebe wurden von der Zeitschrift getestet.

    Überzeugen konnte davon aber nur rund jede zweite. Dabei präparierten die Autotester einfache Mängel, die wirklich bei jeder Inspektion erkannt werden sollten. Dazu zählten unter anderem: Eingerissenes Wischergummi, defekte Kennzeichen- oder Nebelschlussleuchte und zu wenig Luft in einem der Reifen. Erkannt und behoben wurden alle Mängel von lediglich 25 der getesteten Werkstätten.

    Dabei konnte sich insbesondere Mercedes mit 85,3 Punkten von anderen Marken abheben. Ganze fünf von sieben Werkstätten fanden alle Schäden, die die Autotester präpariert hatten. Knapp hinter Mercedes landet mit 84,6 Punkten Skoda auf dem zweiten Platz. Auf den Plätzen folgen: Audi (80, 7 Punkte), Opel (79,4 Punkte), Kia (77,7) und Peugeot (75,6 Punkte). Die Überraschung des Tages lieferte die beliebte freie Werkstattkette ATU. Sie platzierte sich mit 60,8 Punkten auf dem letzten Platz. Nicht weniger überraschend war die Vorgehensweise einiger Werkstätten bei der Dokumentation der durchgeführten Arbeiten. Es kam nicht selten vor, dass zwar alle Aufgaben in der Wartungsliste als "durchgeführt" gekennzeichnet, die Schäden am Ende aber nicht repariert wurden.

    Bezahlen mussten die Autotester aber selbstverständlich den vollen Preis – und dieser hatte es in sich. Bei Volumenherstellern kostete eine Inspektion rund 300 Euro und bei Premiummarken wurden sogar bis zu 1.000 Euro fällig. Für den Preis sollte man definitiv mehr Leistung erwarten dürfen. ATU hat auf das schlechte Ergebnis im Test übrigens reagiert und gezielte Maßnahmen eingeleitet, um in allen 609 Filialen einen einheitlich hohen Qualitäts- und Servicestandard sicherzustellen, damit in Zukunft alle Autofahrer die Werkstätten komplett schadensfrei verlassen können.

    Wer übrigens selbst zum Autotester werden und dabei auch noch richtig Geld sparen möchte, sollte beim ADAC Werkstatttest mitmachen. Alles, was dazu nötig ist, ist eine Anmeldung auf der offiziellen Webseite des ADAC und schon kann es losgehen. Die Experten vom ADAC checken den Wagentyp und schlagen eine Werkstatt vor, die für den Teilnehmer gut zu erreichen ist. Bevor es in die Werkstatt geht, wird das Auto noch mit einfachen Fehlern präpariert, um die ausgewählte Werkstatt so richtig auf die Probe stellen zu können. Nach dem Werkstattbesuch gibt es dann nur noch einen Quality-Check, ein kurzes Feedback an den ADAC und zum guten Schluss das Test-Honorar. Zusätzlich wird ein Teil der Inspektionskosten vom ADAC übernommen. Das ist doch mal eine andere Art der Inspektion – die sich finanziell richtig lohnen kann.

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