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Beim Plan, die PV-Anlage zu erweitern, braucht man nicht unbedingt mehr Dachfläche

Energiekolumne

So erweitert man die PV-Anlage sinnvoll

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    Neue PV-Module erzeugen auf der selben Fläche mehr Strom als ältere Anlagen.
    Neue PV-Module erzeugen auf der selben Fläche mehr Strom als ältere Anlagen. Foto: Alexander Kaya

    Durch die zunehmende Elektrifizierung vieler Lebensbereiche steigt der Strombedarf. Immer mehr Haushalte wechseln vom Fahrzeug mit Verbrennungsmotor auf ein E-Auto oder ersetzen ihre alte Öl- oder Gasheizung durch eine klimafreundlichere Wärmepumpe. Besonders lukrativ ist es, möglichst viel des dafür benötigten Stroms mit einer Photovoltaikanlage auf dem Dach selbst zu erzeugen. Ist bereits eine Solarstromanlage vorhanden, diese aber aufgrund des höheren Strombedarfs durch E-Auto und Wärmepumpe zu klein, gibt es mehrere Optionen.

    Als erstes gilt es dabei zu prüfen, ob die bestehenden PV-Anlage überhaupt noch gute Ergebnisse liefert. PV-Module sind zwar sehr langlebig und produzieren in der Regel 20 Jahre und länger zuverlässig Strom. Mitunter sinkt aber die Stromausbeute im Laufe der Zeit. Andererseits besteht oft noch für einige Jahre das Recht auf eine attraktive Einspeisevergütung.

    Manchmal ist Ersatz besser als Ausbau

    Was man auch bedenken sollte: neue PV-Module erzeugen angesichts des technischen Fortschritts auf dieselbe Fläche bezogen mehr Strom als ältere Module. Bietet die Dachfläche nur begrenzt Platz, um die bestehende Anlage entsprechend des höheren Strombedarfs zu erweitern und ist diese Anlage womöglich auch bereits 20 Jahre oder älter, dann kann der komplette Ersatz der Alt- durch eine Neuanlage die bessere Lösung sein.

    Ist die bereits montierte Anlage beispielsweise erst zehn Jahre alt und steht genügend Platz für zusätzliche Module zur Verfügung, spricht das für eine Erweiterung und gegen den Abbau der alten Anlage. Ein Wehrmustropfen dabei: In der Regel muss ein zusätzlicher Wechselrichter eingebaut werden, weil neue Module mit dem alten Wechselrichter nicht kompatibel sind oder die maximale Anschlussleistung des Wechselrichters überschritten wird. Unter Umständen müssen im Zuge einer Erweiterung auch Komponenten zum Anlagenschutz ergänzt werden, da die Sicherheitsvorschriften- und Standards besser geworden sind.

    Der Stromzähler kann oft weiter genutzt werden

    Immerhin kann in den meisten Fällen bei einer Anlagenerweiterung der bestehende Zähler genutzt werden, der ja in puncto Einspeisevergütung wichtig ist. Für jenen Teil des Solarstroms, der nicht selbst verbraucht, sondern ins Netz eingespeist wird, bekommt man als Anlagenbetreiber nach wie vor Geld überwiesen. Erweiterungen werden vergütungsrechtlich meist als eigener Anlagenteil behandelt – sprich für den erweiterten Teil gilt dann die festgelegte Einspeisevergütung zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme dieses Anlagenteils. Aktuell sind das 7,78 Cent pro Kilowattstunden bei einer Teileinspeisung und 12,34 Cent/kWh im Falle einer Volleinspeisung. Die Abrechnung erfolgt anteilig entsprechend der Nennleistung der einzelnen Anlagenteile.

    Auch wichtig: Jede Erweiterung muss beim zuständigen Netzbetreiber vorab gemeldet werden. Ohne Genehmigung darf die erweiterte Anlage nicht in Betrieb genommen werden. Zudem sind zusätzliche Module und die geänderte Leistungsdaten nach Inbetriebnahme im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur zu aktualisieren.

    Zur Anlagenerweiterung lohnt ein Batteriespeicher

    Wie bereits anfangs erwähnt, lohnt es sich für Betreiber einer PV-Anlagen, möglichst viel Strom der Marke Eigenproduktion gleich selbst zu nutzen. Mit Hilfe eines Batteriespeichers lässt sich die Eigenverbrauchsquote deutlich steigern. Wer also bislang noch keinen Speicher an seine PV-Anlage angeschlossen hat, kann die Erweiterung gleich mit einem Speicherkauf kombinieren.

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