Startseite
Icon Pfeil nach unten
Geld & Leben
Icon Pfeil nach unten

Garten als natürliche Oase für die Natur. Blüten und Pflanzen helfen Tieren.

Gartenkolumne

Eine grüne Wohngemeinschaft

  • |
  • |
  • |
  • |
    Ein möglichst vielseitig bepflanzter Garten ist auch ein Lebensraum für viele Arten.
    Ein möglichst vielseitig bepflanzter Garten ist auch ein Lebensraum für viele Arten. Foto: Christine Scherer, LWG

    Blüten sind nicht nur schön, sie sind auch Nahrungsquelle für viele Insekten, wenn sie Pollen und Nektar bieten. Mit einer intelligenten Pflanzenauswahl hat man Blüten vom zeitigen Frühjahr bis in den späten Herbst hinein. Sowohl Stauden und Kräuter bilden Blüten als auch verschiedene Zier – und Nutzgehölze und sogar einige Gemüsepflanzen ernähren die Insekten. Diese sind wichtig für eine gute Ernte, denn sie gewährleisten eine ausreichende Befruchtung. Viele einjährige Sommerblumen, die auch Lücken im Gemüsegarten füllen, blühen bis zum Frost. Bei Neupflanzungen achten Sie grundsätzlich auf Sorten mit einfachen oder halbgefüllten Blüten, die oft bessere Nahrungsquellen sind.

    Biotope im Garten

    Nicht nur Blüten zeichnen einen vielfältigen Garten aus. Verschiedene Lebensräume sind ebenfalls wichtig für den Artenreichtum von Tieren. Manche Heckenpflanzen liefern Nahrung durch Blüten und Früchte und werden als Nistmöglichkeit genutzt. Trockenmauern, Haufen aus Totholz, Reisig oder Steinen bieten Nist-, Unterschlupf- und Überwinterungsmöglichkeiten für Eidechsen, verschiedene Käfer, Insekten und andere. Wenn auch „ein wildes Eck“ z. B. mit Brennnesseln als Futterpflanze für verschiedene Schmetterlingsraupen, nicht jedermanns Sache ist, lässt es sich in einem größeren Garten durchaus umsetzen.

    Vergessen Sie das Wasser nicht, sei es ein Teich oder auch nur eine kleine Wasserstelle. Gerade in heißen Sommern nutzen Vögel und Insekten das frische Nass. Außerdem bleiben die Tiere dann eher vom reifenden Obst fern. Selbst in kleinen Teichen siedeln sich bald Libellenlarven an, die sich beispielsweise von Mückenlarven ernähren.

    Biodiversität im eigenen Garten

    Doch keine Angst bei Platzmangel. In einem Garten muss nicht alles vorhanden sein. Schon kleine Veränderungen können viel bewirken. Ein Garten ist zudem Ausdruck des Gestaltenden und individuell den Bedürfnissen und Vorlieben angepasst. Durch geschickte Pflanzenauswahl und das Einbinden verschiedener einzelner Elemente wie Wasserstelle oder Trockenmauer und einer kleinen Hecke als Abgrenzung erreichen Sie schon viel. Grundsätzlich gilt: verzichten Sie auf chemischen Pflanzenschutz! So kann sich auch ein biologisches Gleichgewicht einstellen. Nützlinge halten Schädlinge in Schach, dass es keine größeren Schädigungen gibt.

    Beim Tag der offenen Gartentür, in vielen bayerischen Landkreisen am 14. Juni 2026, öffnen private Gärten ihre Tore. Lassen Sie sich inspirieren! Oft entstehen Gespräche mit den Gartenbesitzerinnen und -besitzern sowie mit anderen Besuchenden.

    Am 5. Juli 2026 öffnet die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) ihre Tore unter dem Motto: Vielfalt. Innovation. Erleben Sie von 9 bis 16 Uhr ein interessantes und buntes Programm für kleine und große Gartenfans, gestaltet durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der LWG und unterstützt von Verbänden und Organisationen.

    Diskutieren Sie mit
    XXX 0 Kommentare
    hier kommen komentare rein

    Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.

    Anmelden

    Sie haben noch kein Konto? Kostenfrei registrieren