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Gesundheit
30.06.2022

Beiträge zur Krankenkasse sollen bis zu 93 Euro steigen

Die Beiträge für die gesetzliche Krankenkasse erhöhen sich im Jahr 2023.
Foto: Alexander Heinl, dpa (Symbolbild)

Die Beiträge für die gesetzliche Krankenkasse werden im Jahr 2023 merklich ansteigen. Das verkündete Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach.

Nicht nur Energie, Sprit und Lebensmittel werden derzeit teurer, auch für die Gesundheit muss in nächste Zeit tiefer in die Tasche gegriffen werden. Die Beiträge für die Krankenkasse sollen für gesetzlich Versicherte im nächsten Jahr deutlich erhöht werden. Für Top-Verdiener werden bis zu 93 Euro mehr fällig. Bürgerinnen und Bürger mit einem Durchschnittslohn könnten bis zu 72 Euro mehr berappen müssen.

Lauterbach plant Erhöhung der Beiträge für die Krankenkasse

Die Zahlen gehen laut dem Bericht aus einem Plan von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hervor. Der 59-Jährige verkündete am Dienstag, dass der Zusatzbeitrag um 0,3 Prozentpunkte ansteigen soll. Das sei eine von meheren Maßnahmen, die das Milliardenschwere Loch der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zu stopfen, welches es für 2023 gibt. Seit einiger Zeit ist bekannt, dass der GKV rund 17 Milliarden Euro fehlen sollen.

Lauterbach spricht von dem "größten Defizit, was die GKV je gehabt hat". Der Minister gab an, den "sehr schwierigen Zustand" von seinem Vorgänger, Ex-Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) übernommen zu haben. Lauterbach kritisierte, dass Spahn keine "notwendigen Strukturreformen" angestoßen habe.

Video: dpa

Krankenkasse-Beiträge: Vorschlag von Lauterbach im Überblick

Bereits Ende Mai hatte Lauterbach einen Vorschlag angekündigt, mit dem er die Finanzen der GKV wieder zurechtrücken wolle. Nun kommt sein Vorschlag mit einem Monat Verspätung. Ein Überblick über die wichtigsten Fakten:

  • Zusatzbeitrag wird um 0,3 Prozentpunkte erhöht, was einen Wert von 4,8 Milliarden entfesselt.
  • Die Krankenkassen erhalten ein Darlehen vom Bund in Höhe von einer Milliarde Euro.
  • Der Steuerzuschuss des Bundes wird um zwei Milliarden Euro erhöht – auf 16,5 Milliarden Euro.
  • Pharmaunternehmen leisten einmalige Solidarabgabe von einer Milliarde Euro.
  • Die Reserven der Krankenkasse sollen auf das gesetzliche Minimum von vier Milliarden Euro schrumpfen.
  • Drei Milliarden Euro sollen durch eine Effizienz-Verbesserung der Kassen ermöglicht werden.

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