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Grad der Behinderung: Diese steuerlichen Vorteile gibt es bei einem GdB 40

GdB 40

Grad der Behinderung: Diese steuerlichen Vorteile gibt es bei einem GdB 40

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    Wer einen Grad der Behinderung hat, hat Anspruch auf Pauschbeträge. Die Höhe hängt vom jeweiligen GdB ab.
    Wer einen Grad der Behinderung hat, hat Anspruch auf Pauschbeträge. Die Höhe hängt vom jeweiligen GdB ab. Foto: agenturfotografin, stock.adobe.com (Symbolbild)

    Für Personen, die durch eine körperliche oder geistige Behinderung beeinträchtigt sind, entstehen häufig Ausgaben, die für gesunde Menschen nicht anfallen. Laut der Vereinigten Lohnsteuerhilfe gehören dazu unter anderem das Bezahlen von Medikamenten, Betreuung oder erhöhter Wäschebedarf. Um die zusätzlichen Kosten abzufedern, haben die Betroffenen die Möglichkeit, steuerliche Erleichterungen in Form von Pauschbeträgen in Anspruch zu nehmen. Das wurde in Paragraf 33b des Einkommenssteuergesetzes (EStG) festgeschrieben. Um diese Vorteile für sich geltend zu machen, müssen die Betroffenen jedoch bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Eine besondere Rolle spielt dabei der Grad der Behinderung (GdB). Welche steuerlichen Vorteile bei einem GdB 40 gelten, erfahren Sie hier.

    Wie wird der GdB berechnet?

    Nach Angaben des Informationsportals pflege.de bestimmt der Grad der Behinderung, wie sehr ein Mensch durch eine körperliche, geistige oder seelische Beeinträchtigung an der Teilnahme am gesellschaftlichen Leben eingeschränkt ist. Ausgedrückt wird der GdB in Zehnerschritten, die von 20 bis 100 reichen. Welcher GdB für welche Art von Einschränkung gilt, richtet sich vor allem nach der Versorgungsmedizin-Verordnung (VersMedV). Darin werden verschiedene Behinderungen sowie chronische Krankheiten aufgelistet, die einem bestimmten GdB entsprechen.

    Um einen Behinderungsgrad anerkannt zu bekommen, muss die gesundheitliche Beeinträchtigung für mindestens sechs Monate bestehen. Bei der Einstufung des GdB handelt es sich in der Regel um einen individuellen Prozess. Wie pflege.de weiter informiert, wird der GdB bei einem Feststellungsverfahren durch einen Gutachter berechnet. Wie hoch der Grad am Ende ausfällt, ist dabei von Fall zu Fall unterschiedlich. Die Höhe orientiert sich demnach nicht allein an der Diagnose, sondern auch an dem Ausmaß der Beeinträchtigung der betroffenen Person.

    Welche steuerlichen Vorteile gelten ab einem GdB 40?

    Laut dem Behindertenbeauftragten der Bundesregierung können Menschen mit einem GdB Nachteilsausgleiche in Form von Steuererleichterungen oder anderen Vergünstigungen erhalten. Wie pflege.de weiter ausführt, haben die Betroffenen die Möglichkeit, jährlich einen festen Betrag von der Steuer abzusetzen. Ob ein Anspruch auf einen Pauschbetrag besteht und wie hoch dieser ausfällt, hängt dabei jedoch auch vom jeweiligen Grad der Behinderung ab. Grundsätzlich gilt dabei, je höher der GdB, desto höher fällt auch der Pauschbetrag aus.

    Nach Angaben des Familienratgebers der Aktion Mensch ist der wohl wichtigste Steuerfreibetrag für Menschen mit einer Behinderung der sogenannte Behinderten-Pauschbetrag. Die Mindestanforderung, um diesen beantragen zu können, ist ein nachgewiesener GdB von mindestens 20. Die Höhe des Betrags steigt entsprechend mit dem jeweiligen GdB. Nach Angaben des Bundesministeriums der Finanzen liegt der Pauschbetrag im Jahr 2025 mit einem GdB 40 bei 860 Euro.

    GdB 40: Lohnt sich ein Gleichstellungsantrag?

    Wie einfach-teilhaben.de, eine Seite des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS), informiert, gelten Menschen ab einem Grad der Behinderung von 50 als schwerbehindert. In diesem Fall haben sie Anspruch auf einen Schwerbehindertenausweis und erhalten dadurch verschiedene Leistungen und Unterstützungsangebote. Aber auch Menschen, die einen niedrigeren GdB haben, können unter bestimmten Voraussetzungen von ähnlichen Vorteilen profitieren. Dafür müssen sie bei der Agentur für Arbeit einen Antrag auf Gleichstellung stellen.

    Das Recht auf einen Gleichstellungsantrag haben laut einfach-teilhaben.de unter anderem auch Menschen, die über einen GdB 40 verfügen. Darüber hinaus müssen die Antragstellenden in Deutschland wohnen oder beschäftigt sein. Außerdem muss die körperliche oder geistige Beeinträchtigung maßgeblich dafür verantwortlich sein, dass die betroffene Person nur schwer einen geeigneten Arbeitsplatz findet oder dieser bedroht ist. Wird der Antrag bewilligt, können Menschen mit einem GdB 40 vergleichbare Leistungen erhalten wie Personen, die als schwerbehindert gelten.

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