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Düstere Renten-Prognose: So stark könnten die Rentenbeiträge laut einem Ökonomen bis 2050 steigen

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Düstere Renten-Prognose: So stark könnten die Rentenbeiträge laut einem Ökonomen bis 2050 steigen

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    Die Rentenbeiträge könnten bis 2050 einen enormen Anstieg erleben. Das legt eine Berechnung eines Experten auf der Grundlage aktueller Daten nahe.
    Die Rentenbeiträge könnten bis 2050 einen enormen Anstieg erleben. Das legt eine Berechnung eines Experten auf der Grundlage aktueller Daten nahe. Foto: Franck Chapolard, dpa (Symbolbild)

    Wie hoch werden die Rentenbeiträge in fünf, zehn, 15, 20 oder sogar 25 Jahren sein? Diese Frage dürften sich vor allem viele junge Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer stellen. Die Berechnungen eines Experten geben nun einen Hinweis darauf, wie stark die Belastung im Jahr 2050 sein könnte.

    Prognose: Von welchen Faktoren hängt die Entwicklung der Rentenbeiträge ab?

    Eine Prognose für die Höhe der Rentenbeiträge hängt von zahlreichen Faktoren ab. Eine gute Basis stellt die Bevölkerungsvorausberechnung dar, die alle drei Jahre vom Statistischen Bundesamt (Destatis) veröffentlicht wird. Ein langes und kompliziertes Wort, hinter dem sich eine ebenfalls komplizierte und vor allem ambitionierte Zielsetzung verbirgt: Die Berechnung soll aufzeigen, wie sich aktuelle Entwicklungen auf die zukünftige Bevölkerung auswirken können.

    Da es unwahrscheinlich ist, in dem komplexen Feld mit einer langfristigen Prognose genau ins Schwarze zu treffen, berechnet das Statistische Bundesamt mehrere Szenarien, die sich durch unterschiedliche Annahmen in den Bereichen Lebenserwartung, Geburtenrate und Wanderung ergeben. Die aktuelle Bevölkerungsvorausberechnung veröffentlichte das Destatis am 11. Dezember 2025. Aus dieser sind die folgenden Szenarien zu entnehmen.

    • Geburtenrate: 2024 lag die Geburtenrate pro Frau in Deutschland bei 1,35 Kindern. Im niedrigsten Szenario fällt sie bis 2050 weiter bis auf 1,28 Kinder. Beim mittleren Szenario (1,46) und dem höchsten Szenario (1,61) geht das Destatis allerdings von einer steigenden Geburtenrate in den nächsten 25 Jahren aus.
    • Lebenserwartung: Bei der Lebenserwartung wird in der Bevölkerungsvorausberechnung zwischen Männern und Frauen unterschieden. In allen Szenarien wird von steigenden Werten ausgegangen. Die Lebenserwartung könnte 2025 zwischen 81,05 und 83,64 Jahren liegen. Bei Frauen wird von Werten zwischen 84,90 und 87,10 Jahren ausgegangen.
    • Wanderung: Bei der Migration waren in den letzten Jahren und Jahrzehnten deutliche Unterschiede zu erkennen. 2022 erreichte das Wanderungssaldo, das sich aus Zuzügen nach Deutschland minus Fortzügen aus Deutschland ergibt, einen Rekordwert, der bei etwas mehr als 1,46 Millionen lag. Für das Jahr 2025 erwartet das Destatis ein Wanderungssaldo zwischen 150.000 und 350.000.

    Auch interessant: Die durchschnittliche Rente unterscheidet sich bei Frauen und Männern deutlich. Außerdem wird die Rente nicht mehr bar ausbezahlt.

    Berechnung: Wie hoch könnten die Rentenbeiträge 2050 sein?

    Die Bevölkerungsvorausberechnung lässt problematische Veränderungen rund um das Erwerbspersonenpotenzial vermuten: 2038 soll bereits ein Viertel der deutschen Bevölkerung 67 Jahre oder älter sein. 2050 könnten zwischen 45 und 48 Millionen Menschen in erwerbsfähigem Alter in Deutschland leben. Zum Vergleich: Aktuell geht das Statistische Bundesamt von etwa 51,5 Millionen Personen in dieser Altersgruppe aus. Bis 2070 wird von den Destatis-Experten selbst in moderaten Szenarien von rund zehn Millionen Menschen weniger ausgegangen, die sich in Deutschland im arbeitsfähigen Alter befinden.

    Prognosen, die auch Berechnungen zu der Entwicklung der Rentenbeiträge möglich machen, könnten wiederum die aktuelle Reformdebatte um die Rente beeinflussen. Der Ökonom Martin Werding hat auf Grundlage der Daten für den Spiegel ausgerechnet, dass die Sozialbeträge bis 2050 auf etwa 53 Prozent ansteigen könnten. 22,8 Prozent der Gehälter von deutschen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern müssten dann als Rentenbeiträge abgeführt werden. Momentan liegen die Rentenbeiträge bei 18,6 Prozent.

    Derart hohe Sozialbeiträge würden laut Werding „drastische Rückwirkungen auf Wachstum und Beschäftigung haben“. Im Rahmen eines Fazits zu seinen Berechnungen warnt er, dass es auf keinen Fall so kommen dürfe, wie es seine Zahlen befürchten lassen. Werding fordert: Die Sozialversicherungen müssten reformiert werden, damit aus dem Ruder laufende Kosten nicht für einen Kollaps der Wirtschaft sorgen.

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