Nachdem die Rente in den vergangenen Jahren immer wieder gestiegen ist, soll sie auch im Sommer 2026 wieder erhöht werden. Wie viel Geld Seniorinnen und Senioren dann überwiesen wird, haben wir in einer Tabelle aufgelistet. Diese positive Nachricht wird allerdings durch eine Erhöhung der Zusatzbeiträge der Krankenkassen getrübt, die sich im Februar beziehungsweise März auf die Rentenhöhe auswirkt. Was das genau bedeutet und wer betroffen ist, lesen Sie im Artikel.
Rente im Februar oder März 2026: Warum fällt die Rente geringer aus?
Rentnerinnen und Rentner müssen von ihrer Rente nicht nur Steuern zahlen, sondern auch Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung. Der allgemeine Beitragssatz zur Krankenversicherung beträgt aktuell für alle Versicherten 14,6 Prozent. Daneben erheben Krankenkassen aber noch den sogenannten Zusatzbeitrag, der jeweils individuell festgelegt und verändert werden kann. Der Deutschen Rentenversicherung zufolge teilen sich Versicherte und Rentenversicherung beide Beiträge zur Hälfte.
Der Zusatzbeitrag wurde zum 1. Januar 2026 von vielen Krankenkassen erhöht und mindert dadurch die Rente – allerdings zeitverzögert. Laut Paragraf 247 SGB V gelten Änderungen erst vom „zweiten auf die Veränderung folgenden Kalendermonat“. Rentnerinnen und Rentner spüren den Abzug also erst im Februar beziehungsweise im März, je nachdem, wann sie in Rente gegangen sind.
Versicherten, die nach dem 1. April 2004 den Ruhestand angetreten haben, wird die Rente laut Deutscher Rentenversicherung nachschüssig, also am Ende des jeweiligen Monats, bezahlt. Der höhere Abzug des Zusatzbeitrags macht sich also erst im März bemerkbar. Wer hingegen bis einschließlich 31. März 2004 in Rente gegangen ist, erhält das Geld vorschüssig und somit am Ende des vorherigen Monats, für den die Rente bestimmt ist. In diesem Fall also im Februar.
Weniger Rente: Wie stark steigt der Zusatzbeitrag der Krankenkassen 2026?
Der GKV-Schätzerkreis hat den durchschnittlichen Zusatzbeitrag der gesetzlichen Krankenkassen auf 2,9 Prozent festgesetzt, wie Stiftung Warentest mitteilt. Damit liegt dieser 0,4 Prozentpunkte höher als 2025.
Allerdings betrifft die Änderung nicht alle Rentnerinnen und Rentner in Deutschland, da nur rund die Hälfte der Krankenkassen den Zusatzbeitrag erhöht hat. Einer Analyse von Stiftung Warentest zufolge sind bei 35 Kassen die Beiträge gestiegen, 36 ließen ihn stabil und eine Krankenkasse senkte den Beitrag sogar.
Weniger Rente: Welche Krankenkasse hat den Zusatzbeitrag für 2026 erhöht?
Unter den Krankenkassen, die ihren Zusatzbeitrag erhöht haben, ist auch die Techniker Krankenkasse, Deutschlands größte Kasse. Die günstigste Krankenkasse, die BKK Firmus, ließ den Beitragssatz unverändert. Die teuerste Krankenkasse, die Knappschaft, senkte den Beitragssatz minimal um 0,1 Prozent.
Nachfolgende Krankenkassen haben den Zusatzbeitrag laut dem Informationsportal krankenkassen.de für 2026 erhöht. Abgebildet werden nur die bundesweit geöffneten Kassen:
| Krankenkasse | Zusatzbeitrag 2026 | Änderung von 2025 zu 2026 |
|---|---|---|
| hkk | 2,59 Prozent | +0,4 Prozent |
| Audi BKK | 2,6 Prozent | +0,2 Prozent |
| Techniker Krankenkasse | 2,69 Prozent | +0,24 Prozent |
| WMF BKK | 2,85 Prozent | +0,4 Prozent |
| HEK | 2,89 Prozent | +0,39 Prozent |
| DAK-Gesundheit | 3,2 Prozent | +0,4 Prozent |
| Salus BKK | 3,29 Prozent | +0,3 Prozent |
| R+V BKK | 3,49 Prozent | +0,53 Prozent |
| Novitas BKK | 3,6 Prozent | +0,62 Prozent |
| Bahn BKK | 3,65 Prozent | +0,25 Prozent |
| BIG direkt gesund | 3,69 Prozent | +0,3 Prozent |
| Pronova BKK | 3,7 Prozent | +0,5 Prozent |
| BKK ProVita | 3,79 Prozent | +0,9 Prozent |
| Heimat Krankenkasse | 3,9 Prozent | +0,8 Prozent |
| energie-BKK | 3,98 Prozent | +1,0 Prozent |
| VIACTIV Krankenkasse | 4,19 Prozent | +0,92 Prozent |
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