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Rentensteuerrechner: Wie rechne ich die Steuern für meine Rente aus?

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Rentensteuerrechner: Wie rechne ich die Steuern für meine Rente aus?

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    Ein Rentner füllt seine Steuererklärung aus und tippt zur Berechnung Zahlen in einen Tischrechner. Mithilfe von Rentensteuerrechnern lässt sich schon vorher abschätzen, in welche Richtung es geht.
    Ein Rentner füllt seine Steuererklärung aus und tippt zur Berechnung Zahlen in einen Tischrechner. Mithilfe von Rentensteuerrechnern lässt sich schon vorher abschätzen, in welche Richtung es geht. Foto: Lino Mirgeler, picture alliance/dpa (Symbolbild)

    In Deutschland gibt es immer mehr Rentnerinnen und Rentner. Dem Statistischen Bundesamt (Destatis) zufolge haben im Juli 2025 rund 21,5 Millionen Personen eine gesetzliche Rente bezogen – das entspricht grob einem Viertel aller Deutschen. Trotzdem ranken sich um die Rente nach wie vor viele Fragen, denn Stillstand gibt es bei diesem Thema nicht.

    Die brennendsten Fragen dürften sich auf die jeweilige Höhe der Rente beziehen – im Jahr 2025 bekamen Rentnerinnen laut Destatis im Schnitt 1810 Euro brutto pro Monat und Rentner rund 2390 Euro. Davon müssen noch Steuern abgezogen werden, denn Renten sind grundsätzlich steuerpflichtig.

    Wie rechnet man die Steuer für die Rente aber eigentlich aus? Und wie hoch wird sie besteuert? Um sich einen finanziellen Überblick zu verschaffen, lohnt es sich, seine Daten in einen Rentensteuerrechner einzupflegen.

    Wie hoch wird die Rente besteuert?

    Die Rente wird jedes Jahr im Juli an die Lohnentwicklung angepasst. Laut dem Bundessozialministerium (BMAS) wird die Rente auch im Sommer 2026 wieder steigen – um 4,24 Prozent. Das Plus im Geldbeutel hat aber einen Haken. Die Erhöhung kann sich nämlich auf die Steuerpflicht und auf die Höhe der Steuern auswirken. Ob Rentnerinnen und Rentner aber tatsächlich Steuern zahlen müssen, hängt sowohl vom Rentenfreibetrag als auch vom Grundfreibetrag ab.

    Der Rentenfreibetrag muss laut einem Serviceheft der Deutschen Rentenversicherung (DRV) nicht versteuert werden, er verändert sich seit 2005 für Neurentner aber in kleinen Schritten. 2026 liegt er bei 16 Prozent. Dieser Satz gilt aber nicht Jahr für Jahr, sondern dient der Berechnung eines festen Eurobetrags. Für Personen, die im Laufe des Jahres 2026 in Rente gehen, wird laut dem DRV-Serviceheft ein fester Rentenfreibetrag von 16 Prozent auf Grundlage der Jahresbruttorente 2027, also des Folgejahres, berechnet. Die danach folgenden jährlichen Rentenerhöhungen müssen also voll versteuert werden und erhöhen damit auch das individuelle steuerpflichtige Renteneinkommen.

    Zu Beginn ihrer Rente gilt für Personen, die 2026 in Rente gehen, dass sie 84 Prozent ihrer Rente versteuern müssen – allerdings nur, wenn der steuerliche Grundfreibetrag überschritten wird. Dieser liegt im Jahr 2026 laut dem Bundesfinanzministerium (BMF) bei 12.348 Euro.

    Bis 2022 stieg der steuer­pflichtige Anteil für jeden Rentenjahrgang laut der DRV um zwei oder ein Prozent. Um die unerlaubte Doppel­besteuerung der Renten und der Beiträge zu vermeiden, besserte der Gesetzgeber laut der DRV mit dem Wachstums­chancengesetz nach. Seit dem Steuer­jahr 2023 klettert der Anteil für Neurentne­r deshalb von Jahr zu Jahr nur noch um ein halbes Prozent. Komplett zu versteuern sind Renten durch das Wachstumschancengesetz erst ab dem Renteneintrittsjahr 2058. Ursprünglich wäre dies bereits im Jahr 2040 der Fall gewesen.

    Wie viel Rente darf ich 2026 haben, ohne Steuern zu zahlen?

    Wie viel Rente im Ruhestand – verglichen mit dem Nettolohn – am Ende auf dem Konto landet, ist individuell unterschiedlich. Das sogenannte Netto-Rentenniveau gibt zumindest einen Anhaltspunkt. Es darf laut dem BMAS bis 1. Juli 2031 nicht unter 48 Prozent fallen.

    Ab welcher Renten-Höhe man Steuern zahlen muss, hängt stets von den oben genannten Größen ab. Das macht es für jeden Fall individuell. Pauschal zu sagen, mit 1300 Euro Rente muss man keine Steuern zahlen, ist demnach nicht möglich.

    Rentensteuerrechner: Wie viele Steuern muss ich zahlen?

    Um zu wissen, wie viele Steuern tatsächlich auf die Rente erhoben werden und ob oder wie viele Rentnerinnen und Rentner zahlen müssen, lohnt sich folgendes Vorgehen:

    1. Anhand der Tabelle zur Berechnung des Rentenfreibetrags ermitteln, wann der Rentenbeginn ist und wie viel Prozent der Bruttorente versteuert werden.
    2. Die Bruttorente auf ein volles Bezugsjahr – das Jahr nach dem Rentenbeginn – zusammenrechnen.
    3. Rentenfreibetrag ermitteln: nicht zu versteuernden Teil der Rente aus der Tabelle multiplizieren mit der Jahresbruttorente.
    4. Aktuelle Bruttorente minus Freibetrag rechnen. Das Ergebnis ist die zu versteuernde Rente.
    5. Den ermittelten Betrag mit dem aktuellen Grundfreibetrag vergleichen.
    6. Wird dieser überschritten, müssen auf die Differenz Steuern bezahlt werden.

    Ein Beispiel – in Anlehnung an die Rechnung aus dem DRV-Serviceheft:

    • Person A erhält seit 1. August 2023 eine Rente in Höhe von 2000 Euro pro Monat. Ihr Rentenfreibetrag liegt bei 17,5 Prozent und ihr Besteuerungsanteil bei 82,5 Prozent – dieser gilt für die Monate August bis Dezember 2023 und kann danach steigen. Durch die Rentenanpassung zum 1. Juli 2024 um 4,57 Prozent ist die Rente von Person A auf 2091,40 Euro monatlich gestiegen. Im Jahr 2024 hatte Person A also eine Jahresbruttorente von 24.548,40 Euro. Ihr fester Rentenfreibetrag beträgt mit 17,5 Prozent also 4296 Euro.
    • Im Jahr 2025 wurde die Rente um 3,74 Prozent erhöht. Die Rente von Person A ist also auf 2169,62 Euro pro Monat gestiegen. Ab 1. Juli 2026 wird ihre Rente um weitere 4,24 Prozent auf 2261,61 Euro steigen. Die Jahresbruttorente 2026 von Person A wird damit 26.587,38 Euro betragen.
    • Muss Person A 2026 Steuern zahlen? Ja. So wird gerechnet: 26.587,38 Euro (Jahresbruttorente 2026) - 4296 Euro (Rentenfreibetrag) = 22.291,38 Euro (Besteuerungsanteil – entspricht dann etwa 83,8 Prozent) 22.291,38 Euro (Besteuerungsanteil) - 12.348 Euro (Grundfreibetrag 2026) = 9943,38 Euro (steuerpflichtiger Teil der Rente)
    • Person A müsste also 2026 auf 9943,38 Euro ihrer Rente Steuern zahlen.

    Deutlich einfacher: Um die Übersicht zu bewahren und mit der ermittelten Summe möglichst nahe an das letztliche Ergebnis zu kommen, bieten diverse Seiten und Einrichtungen Online-Rentensteuerrechner an. Sehr simpel gestaltet ist beispielsweise das Angebot der Vereinigten Lohnsteuerhilfe. Etwas ausführlicher kommt der Rechner der Stiftung Warentest daher. Sehr detailliert fällt der Alterseinkünfte-Rechner der Finanzämter in Bayern aus, mit dem Seniorinnen und Senioren ihre Einkommensteuer berechnen können. Im Fokus stehen auch dort die persönlichen Freibeträge, Abzüge von Pauschbeträgen und Aufwendungen.

    Was viele nicht wissen: Mit ein paar Tipps können auch Rentner Geld bei der Steuererklärung sparen. Denn mit ein paar Kniffen kann die Steuerlast sinken.

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