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Tricks und Tipps für Dahlien, was man bei Dahlien beachten muss, Dahlien richtig überwintern

Gartenkolumne

Buntes Blütenmeer im Sommer: Do’s and Don’ts für Dahlien

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    Dahlienknollen sollten an einem frostfreien, kühlen und trockenen Ort überwintert werden.
    Dahlienknollen sollten an einem frostfreien, kühlen und trockenen Ort überwintert werden. Foto: Christin Klose, dpa

    Dahlien sind beliebte Sommerblumen im Garten, da sie über einen längeren Zeitraum prachtvolle Blüten bilden, die auch in der Vase lange halten. Allerdings sind die Knollen frostempfindlich, sodass sie jedes Jahr im Herbst ausgegraben und im Frühjahr wieder neu gepflanzt werden. Treibt man die Dahlienknollen vor, so haben die Pflanzen einen Wachstumsvorsprung. Wer die Möglichkeit zum Überwintern der Knollen hat, kann sich bei der Fülle der Dahliensorten immer wieder andere Sorten dazuholen.

    Riesige Dahlien-Auswahl für Garten und Balkone

    Weil es so viele Arten gibt, entdeckt man Dahlien in vielen Gärten auf dem Land und in der Stadt. Mit verschiedensten Blütenfarben und -formen sowie den unterschiedlichen Wuchshöhen schmücken sie ganze Beete oder füllen Lücken zwischen Prachtstauden. Kompakt wachsende Sorten eignen sich auch für Kübel und Balkonkästen. Dahlien blühen im (Spät-)Sommer und Herbst bis zum Frost. Viele Dahlienblüten, vor allem bei den ungefüllten oder wenig gefüllten Sorten, bilden Pollen und Nektar und ziehen unterschiedliche Insekten an.

    Knollen vorziehen schafft Vorsprung

    Normalerweise werden die frostempfindlichen Knollen der Dahlien etwa Ende April, in kalten Regionen gar erst nach den Eisheiligen Mitte Mai, in den Gartenboden gepflanzt. Stärkere Fröste sollten dann nicht mehr zu erwarten sein. Zudem besitzt der Boden meist noch ausreichend Feuchtigkeit, damit die Knollen gut austreiben können, bevor der trockene Sommer kommt. Nach einigen Wochen schieben die ersten grünen Spitzen aus dem Boden. Leider sind sie ein sehr willkommenes Schneckenfutter und benötigen rechtzeitig Schutz. Etwa ab Mitte Juli freut man sich über erste Blüten.

    Dahlien sind beliebte Sommerblumen im Garten.
    Dahlien sind beliebte Sommerblumen im Garten. Foto: Andrea Warnecke, dpa

    Sie wollen nicht so lange warten? Dann ziehen Sie die Dahlienknollen in Töpfen vor. Geschieht dies noch im Februar oder Anfang März, dann blühen die Dahlien schon ein paar Wochen früher im Sommer. Somit verlängert sich die Blütezeit bis zum ersten Frost im Herbst. Möchten Sie die Dahlien auch den Sommer über in Gefäßen kultivieren, verwenden Sie gleich die richtige Topfgröße. Ansonsten benötigen Sie Blumenerde und eine Topfgröße, in der die schrumpeligen Knollen gerade so hineinpassen. Beim Pflanzen bedecken Sie die Knollen mit wenigen Zentimetern Substrat. Dabei weisen die verdickten Knollen nach unten und der abgeschnittene Stängel nach oben. Dann gießen Sie den Topf und stellen ihn hell auf eine kühle Fensterbank, in ein frostfreies Frühbeet oder Gewächshaus. Bis zum Auspflanzen im Mai haben sich kräftige grüne Triebe entwickelt, die für Schnecken weniger attraktiv sind. Kappen Sie später die Triebspitzen, bleiben die Pflanzen etwas kompakter und verzweigen sich zusätzlich.

    Dahlien im Freiland überwintern?

    Normalerweise gräbt man die Dahlienknollen im Herbst, kurz nach den ersten leichten Frösten aus und lagert sie an einem frostfreien Ort. Dies ist oft sehr mühsam, besonders, wenn man viele Exemplare besitzt. In wintermilden Gebieten kann man versuchen, die Dahlien im Beet zu überwintern. Allerdings benötigen Sie dort Winterschutz, sie werden etwa mit Stroh, Laub oder Vlies abgedeckt. Allerdings fühlen sich Mäuse dort auch recht wohl und knabbern gerne die Knollen an – und bei zu nassem Boden können die Knollen anfaulen. Bei steigenden Temperaturen entfernt man den Winterschutz. Eine Vliesabdeckung ab März/April hält den Boden wärmer und gibt den Trieben einen Vorsprung.

    Zur Person

    Gartenbautechnikerin Isolde Keil-Vierheilig entspannt gerne im Garten. Für sie ist das Grün zudem Lernort und Versuchsfläche. Die 55-Jährige arbeitet seit 30 Jahren an der Bayerischen Gartenakademie in Veitshöchheim. Seit 2026 schreibt sie als Kolumnistin für die Augsburger Allgemeine.

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