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Trotz Steuererleichterungen: Bei vielen Arbeitnehmern sinkt das Netto-Gehalt 2026 – warum?

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Trotz Steuererleichterungen: Bei vielen Arbeitnehmern sinkt das Netto-Gehalt 2026 – warum?

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    Wie viel netto bleibt vom brutto 2026 übrig?
    Wie viel netto bleibt vom brutto 2026 übrig? Foto: VAKSMANV, stock.adobe.com (Symbolbild)

    Die Bundesregierung hat in den vergangenen Monaten mehrfach Steuersenkungen für 2026 angekündigt. Doch laut einer Analyse des Software-Unternehmens DATEV werden viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer davon im kommenden Jahr kaum profitieren. Anstatt dass das Netto-Gehalt steigt, soll es bei einigen ab Januar 2026 sogar sinken. Warum die versprochenen Entlastungen häufig verpuffen.

    Gehalt: Warum haben Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer 2026 weniger netto?

    Tatsächlich greifen zum Jahreswechsel mehrere steuerliche Verbesserungen, wie das Bundesfinanzministerium bekannt gibt:

    • Der Grundfreibetrag steigt von 12.096 Euro auf 12.348 Euro.
    • Der Kinderfreibetrag steigt auf 6828 Euro pro Jahr für beide Eltern gemeinsam.
    • Der Einkommensteuertarif wird an die Inflation angepasst, wodurch die Steuersätze weniger stark ansteigen.
    • Der Solidaritätszuschlag fällt erst an, wenn man als Einzelperson mindestens 20.351 Euro Einkommensteuer pro Jahr zahlt. Für Paare liegt die Grenze bei 40.700 Euro.

    All diese Maßnahmen führen grundsätzlich zu weniger Steuern. In der Praxis wird dieser Effekt jedoch wegen steigender Sozialabgaben weitgehend aufgehoben.

    In einer Pressemitteilung erklärt DATEV, wie sich die Neuerungen auswirken. Nach einer Untersuchung des IT-Dienstleisters zeigt sich: In nahezu allen Gehaltsstufen bis 5500 Euro bleibt 2026 zwar etwas mehr netto vom brutto, doch die Entlastungen sind minimal. Das größte Plus erzielen Singles mit einem Monatsgehalt von 5500 Euro. Und sogar hier zeigt sich gerade einmal eine Erhöhung von 64 Euro im Jahr.

    Steigende Sozialabgaben: Was bleibt 2026 vom Lohn?

    Ein entscheidender Faktor ist der Zusatzbeitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung. Dieser steigt laut Krankenkassen wie der Techniker Krankenkasse im Jahr 2026 von bisher 2,5 auf 2,9 Prozent. Besonders spürbar sind diese höheren Abzüge laut DATEV-Analyse bei Verheirateten mit niedrigen Einkommen bis 2500 Euro. Da in diesem Bereich häufig noch keine Lohnsteuer anfällt, kommen steuerliche Entlastungen gar nicht zum Tragen. Der höhere Krankenversicherungsbeitrag führt hier darum sogar zu einem leichten Minus.

    Für Besserverdienende verschärft sich die Lage außerdem durch angehobene Beitragsbemessungsgrenzen. Ab einem Einkommen oberhalb von 5500 Euro steigen die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung, ab mehr als 8000 Euro auch zur Renten- und Arbeitslosenversicherung. Die Folge: Verheiratete mit einem Monatsgehalt von 9000 Euro haben 2026 laut DATEV bis zu 464 Euro weniger netto im Jahr. Ein Sonderfall sind Singles mit 8000 Euro Monatsgehalt: Bei ihnen gleichen sich Steuerentlastungen und höhere Sozialabgaben nahezu aus.

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