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Was man bei der Ernte von Rhabarber beachten sollte

Gartenkolumne

Jetzt beginnt die Rhabarberzeit: Was man bei der Ernte beachten sollte

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    Die Blätter des Rhabarbers werden immer größer und die Stiele kräftiger. Bald ist Erntezeit!
    Die Blätter des Rhabarbers werden immer größer und die Stiele kräftiger. Bald ist Erntezeit! Foto: Gartenakademie

    Im Garten beginnt die Rhabarberernte meist im Mai, manchmal auch schon Ende April. Warme Tage und ausreichende Bodenfeuchte lassen das Gemüse kräftig sprießen. Kalte Temperaturen verzögern die Ernte. Doch da helfen einige Tricks: ganz klassisch geht es mit sogenannten Rhabarbertöpfen aus Ton, die über die jungen Rhabarberaustriebe gestülpt werden. Die Stangen erscheinen dann ganz hell und zart. Auch Vlies schützt vor Frost und Kälte und wird locker und doch fest verankert aufgelegt, dass sich die Blätter entfalten können.

    Diese Maßnahmen könnte man bereits ab Februar durchführen, um schon im April frischen Rhabarber zu ernten. Als typisches Saisongemüse endet die Ernte am 24. Juni. Dann braucht die Pflanze wieder Zeit zum Kräftesammeln, um im nächsten Jahr erneut üppig und mit starken Stangen auszutreiben. Trotzdem können Sie einzelne Fruchtstängel weiterhin verwenden, wenn die Pflanze sehr stark wächst.

    Rhabarberstängel besser abdrehen, nicht abschneiden

    Ernten Sie nur dickere und mittelstarke Rhabarberstiele. Die Blätter sind zum Erntezeitpunkt nicht mehr wellig, sondern schon ziemlich glatt ausgebreitet. Mit einem kräftigen Drehen des Stängels an seiner Basis löst man ihn von der Pflanze. Beim Schneiden besteht die Gefahr, dass das verbleibende Stängelstück fault. Die Anzahl der Erntemenge ist von der Pflanzengröße abhängig. Am besten bleiben noch zwei Drittel der Rhabarberstiele stehen. So kann sich die Pflanze erholen und weitere neue Erntestangen bilden. Entfernen Sie gleich nach der Ernte die großen Blätter vom Stiel. Dann bleiben die Stängel knackig und frisch. Zerkleinerte Blätter können auf den Kompost oder auch als Mulchmaterial auf Beete oder unter Sträuchern verteilt werden.

    Rhabarber besitzt ein unterirdisches, dickes und frosthartes Rhizom mit fleischigen Wurzeln. Wie auch bei anderen Stauden ziehen im Herbst die Blätter des Rhabarbers ein, um nach einer Ruhepause im Winter bei steigenden Temperaturen wieder auszutreiben. Die Pflanze benötigt relativ viel Wasser und für die Nährstoffversorgung wird zum Austrieb z.B. mit Kompost und etwas Hornmehl gedüngt. Rhabarber gehört zu den Knöterichgewächsen

    Rhabarber braucht gut wasserhaltenden Boden

    Der Anbau im Garten ist recht einfach. Als Tiefwurzler benötigt er bei einer Neupflanzung eine gründliche und tiefe Bodenbearbeitung. Mittlere bis schwere, gut mit organischer Substanz versorgte und wasserhaltende Böden eignen sich besonders. Auch wenn die Pflanze viel Wasser benötigt, verträgt sie undurchlässige und staunasse Böden nicht. Junge Rhabarberpflanzen setzt man im Frühjahr oder Herbst in den Garten. Das Teilen eines älteren und großen Rhabarberstockes erfolgt im Oktober. So können sich bis zum Winter noch ausreichend Wurzeln bilden. Planen Sie im Halbschatten oder in der Sonne pro Pflanze einen Platzbedarf von einem Quadratmeter ein.

    Immer wieder bilden sich mächtige Blütenstände mit weißen Einzelblütchen. Damit die Pflanze nicht viel Kraft verliert, ist es besser, die Blüten wegzuschneiden, besonders während der Erntezeit. Allerdings tummeln sich verschiedene Insekten an der Blüte, die man nun in Ruhe beobachten kann.

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