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Ausstellung: Alles flugfähig

Ausstellung

Alles flugfähig

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    Der Polizeihelikopter (Mitte) von Erwin Pfeifer aus Leipheim. Das knapp 18 Kilo schwere Modell hat einen Rotordurchmesser von mehr als drei Metern.
    Der Polizeihelikopter (Mitte) von Erwin Pfeifer aus Leipheim. Das knapp 18 Kilo schwere Modell hat einen Rotordurchmesser von mehr als drei Metern.

    Bubesheim Die Modellfluggruppe Bubesheim veranstaltete am Sonntag eine Modellbauausstellung. Im Bürgerhaus der Gemeinde zeigten die Mitglieder des Vereins ihre selbst gebauten Modellflugzeuge. Segelflugzeuge mit bis zu fünf Metern Spannweite waren genauso zu bestaunen, wie Kunstflieger mit 150 Kubikmeter starken Zweitaktmotoren. Auch Hubschrauber wurden ausgestellt. Alle Flugzeuge seien flugfähige Funktionsmodelle und können mit einem Sender ferngesteuert werden, berichtete Vorsitzender Hansjürgen Menning.

    „Natürlich gibt es mittlerweile Fertigmodelle“, sagte Menning, aber er baue seine Flugzeuge lieber selbst. Zum Einsatz kommen dabei neben Balsa- und Sperrholz auch Kunststoffe. Die Oberfläche der Flugzeuge sei entweder lackiert oder mit einer Folie bespannt. Bis zu 300 Arbeitsstunden stecken in einem fertigen Modellflugzeug. Doch das Gefühl, „dass man etwas baut, das dann auch funktioniert“, sei die Belohnung für den Aufwand, erklärt Menning, der auch gewerblich Modellflugzeuge herstellt und vertreibt.

    Holzverarbeitung, Verlöten der Elektronik und Lackieren

    Sehr viele Fertigkeiten brauche man, um ein Modellflugzeug selbst zu basteln, berichtete der langjährige Modellbauer. Holzverarbeitung sei dabei genauso gefragt, wie das Verlöten der Elektronik oder das Lackieren des fertigen Modells.

    Was bei so viel Aufwand herauskommt, zeigt sich zum Beispiel beim Nachbau eines Polizeihelikopters von Erwin Pfeifer aus Leipheim. „Damals wie heute ist seine Größe einzigartig“, so der 70-Jährige. Er zeigte auf das knapp 18 Kilogramm schwere Modell, das einen Rotordurchmesser von mehr als drei Metern hat. Bereits 1984 habe Pfeifer den Helikopter gebaut und damit auf Ausstellungen viele Preise gewonnen.

    Einen überdimensional großen Papierflieger hat Horst Fritz entworfen. Sechs Mal größer als ein gewöhnlicher Papierflieger sei das fast zwei Meter lange Modell. Aus Papier ist es nicht, sondern aus einem styroporähnlichen Material, wie Fritz erklärte. Dafür verfüge sein Flugzeug über einen Elektromotor.

    Die geplante Flugshow und das Schnupperfliegen auf dem Modellfluggelände konnten wegen des schlechten Wetters nicht stattfinden. Für Interessenten, die selbst einmal ein Modellflugzeug steuern wollten, stellte der Verein Flugsimulatoren zur Verfügung. Mit der Fernsteuerung in der Hand konnten die Besucher auf dem Bildschirm, fast wie in der Realität, einen Einblick in das Hobby bekommen.

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